17:50 16 Dezember 2017
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    Zentralbankchef vergleicht Lettland mit Schwerkrankem auf Besserungsweg

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    Lettlands Zentralbankchef Ilmars Rimsevics hat sein finanziell schwer angeschlagenes Land mit einem Kranken verglichen, der noch immer unter Fieber leidet, jedoch das Schlimmste schon hinter sich hat.

    Lettlands Zentralbankchef Ilmars Rimsevics hat sein finanziell schwer angeschlagenes Land mit einem Kranken verglichen, der noch immer unter Fieber leidet, jedoch das Schlimmste schon hinter sich hat. 

    „Lettland erinnert an einen Kranken. Das Land hat hohes Fieber. Doch ist der Höhepunkt der Krankheit schon vorbei“, sagte Rimsevics am Freitag in Riga. Er warnte die Regierung, dass eine weitere Erhöhung der Steuern das Wirtschaftswachstum auf Null fahren würde.

    Lettland ist von allen EU-Staaten am schwersten von der Weltfinanzkrise betroffen. 2008 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des baltischen Staates um 18 Prozent gefallen, nachdem zahlreiche Unternehmen Bankrott angemeldet hatten.

    Ende 2008 nahm Lettland beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und anderen Finanzinstitutionen Kredite von über 7,5 Milliarden Euro auf. Zugleich stellte die Regierung in Riga ein Stabilisierungsprogramm vor. Der Rettungsplan, der vom Parlament abgesegnet wurde und eine Steuererhöhung sowie eine Kostenkürzung im Staatssektor vorsah, stieß bei der Bevölkerung auf Ablehnung.

    Tausende Letten gingen auf die Straße, um den Rücktritt der Regierung und die Auflösung des Parlaments (Saeima) zu fordern. In Riga endeten die Demonstrationen mit Straßenschlachten. Im Februar 2009 musste das Kabinett unter Ivars Godmanis zurücktreten. Der neue Regierungschef, Dombrovskis, verkündete nach seinem Amtsantritt im März 2009, das Land stehe am Rande des Bankrotts.

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