14:40 17 Dezember 2017
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    Ukrainische Blauhelme im Kosovo als Schmuggler enttarnt - „Rossijskaja Gaseta“

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    Die ukrainische Armee ist in einen großen Skandal verwickelt, der bereits internationales Aufsehen erregt hat, schreibt am Freitag die „Rossijskaja Gaseta“.

    Die ukrainische Armee ist in einen großen Skandal verwickelt, der bereits internationales Aufsehen erregt hat, schreibt am Freitag die „Rossijskaja Gaseta“.

    Das Kommando der ukrainischen Friedenstruppen im Kosovo organisierte mehrere Jahre lang den Schmuggel von Treibstoff und fälschte dazu offizielle Dokumente der vereinigten UNO-Truppen in dieser Region (KFOR).

    Die Informationsbombe explodierte, als fast alle albanischen und kosovarischen Massenmedien mit Berufung auf das Kommando der vereinigten Gruppierung meldeten, dass Vertreter der Friedenstruppen Treibstoff schmuggelten, Steuern hinterzogen und die Wirtschafts- und Zollpräferenzen der UNO-Kräfte missbrauchten.

    Gleichzeitig bestätigte die Mission für Rechtsstaatlichkeit der Europäischen Union im Kosovo (EULEX) offiziell, dass einige Firmen im Kosovo, die vorgeblich mit den Schmugglern zusammengearbeitet hatten, durchsucht und fünf Kosovo-Albaner in dieser Angelegenheit festgenommen worden sind. Ursprünglich teilten weder das KFOR-Kommando noch die EULEX-Vertreter mit, aus welchem Land die Friedenssoldaten waren. Doch buchstäblich am gleichen Tag beschuldigten alle balkanischen Medien mit Berufung auf eigene Quellen die Ukrainer und die Franzosen. Dabei stellten sie die Ukrainer als Drahtzieher der Affäre hin.

    Nach Angaben von Journalisten kauften die ukrainischen Friedenssoldaten, von denen es im Kosovo etwas mehr als 100 gibt, billigen Kraftstoff in Bulgarien ein, brachten ihn durch den Zoll ins Kosovo und verkauften ihn an ihre lokalen Mittäter weiter. Güter, die für die KFOR-Truppen bestimmt sind, werden nicht verzollt. Ein Antrag auf einem offiziellen Formular genügt, um den Zoll ohne Prüfung zu passieren.

    Die Fälschung solcher Formulare gehörte übrigens ebenfalls zum „Geschäft“ der ukrainischen Friedenssoldaten. Sie verkauften die Formulare einfach zu 2000 Euro pro Stück. Die KFOR-Formulare und -Stempel halfen den Ukrainern ebenfalls, auch innerhalb des Kosovo preiswert Benzin und Diesel einzukaufen. Übrigens an einem französischen Stützpunkt. Bemerkenswert ist, dass die Franzosen über die eigenartige Besonderheit der ukrainischen Militärangehörigen, dass sie mehr Kraftstoff brauchten als alle anderen Friedenssoldaten, lange hinweg sahen. Der kosovarische Zoll ließ das aber nicht durchgehen und wandte sich an das KFOR-Kommando.

    Die Ermittler haben Informationen über fast hundert einzelne Taten erhalten. Die Einnahmen der ukrainischen Friedenssoldaten betrugen nach verschiedenen Schätzungen von 1,5 bis einigen Dutzend Millionen Euro.

    Das offizielle Kiew beeilt sich nicht mit Kommentaren. Das ukrainische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass die Briefe der KFOR-Führung nicht unbeachtet geblieben sind und dass die Militärermittler ihre Arbeit getan haben.

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