20:24 18 Dezember 2018
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    Nach Chemie-Unfall in Ungarn erreicht ätzender Rotschlamm Donau-Nebenfluss

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    Giftschlamm-Lawine in Ungarn (9)
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    Das Ökosystem der Donau ist von einer Umweltkatastrophe bedroht. Der Giftschlammlawine hat nach dem Chemie-Unfall in Westungarn am Donnerstag die Raab, einen Nebenfluss der Donau, erreicht. Der rote Schlamm ist jedoch noch nicht in die Donau-Gewässer gelangt.

    Das Ökosystem der Donau ist von einer Umweltkatastrophe bedroht. Der Giftschlammlawine hat nach dem Chemie-Unfall in Westungarn am Donnerstag die Raab, einen Nebenfluss der Donau, erreicht. Der rote Schlamm ist jedoch noch nicht in die Donau-Gewässer gelangt.

    Das teilte Reuters am Donnerstag unter Berufung auf den Sprecher der ungarischen Agentur für Notstandssituationen, Tibor Dobson, mit. Dobson zufolge tun die Mitarbeiter der Agentur alles, was in ihrer Macht steht, um die Umweltsituation in den betroffenen Gebieten zu normalisieren.

    Der Rotschlamm hat bereits den in der Nähe des Aluminiumwerkes gelegenen Fluss Marcal erreicht. In den betroffenen Gewässern wurde ein Fischsterben beobachtet. Die Marcal mündet bei Karakó in die Raab, die wiederum bei Győr in die Donau mündet.

    Früher hatte die AFP unter Berufung auf einen Sprecher der ungarischen Gewässeraufsichtsbehörde berichtet, der giftige rote Schlamm aus dem ungarischen Aluminiumwerk habe am Donnerstagvormittag die Gewässer der Donau erreicht und der Alkalien-Gehalt in den Donau-Gewässern die zulässigen Obergrenzen überschritten.

    Laut Berichten der ungarischen Rettungsdienste sind nach einer Explosion im Aluminiumwerk Ajkai Timfoldgyar Zrt am Montag aus einem geborstenen Becken der Fabrik ungefähr 1,1 Millionen Kubikmeter ätzenden roten Schlamms ausgeflossen. Ströme giftiger Abfälle überfluteten zahlreiche Ortschaften Ungarns auf einer Fläche von etwa 40 Quadratkilometern.

    Mindestens vier Menschen, darunter ein Kleinkind, sind bei der Explosion getötet, fast 120 verletzt worden, hunderte mussten in Sicherheit gebracht werden.
    Der Eisenbahnverkehr in der Notregion ist zum Erliegen gekommen.

    Die Regierung Ungarns hat nach dem größten Chemie-Unfall in der Geschichte des Landes im Aluminiumwerk Ajkai Timfoldgyar Zrt (Westungarn, 160 Kilometer westlich von Budapest) am Dienstag in drei Gebieten den Notstand ausgerufen. Ministerpräsident Viktor Orban erklärte, es bestehe keine radioaktive Verseuchungsgefahr.

    Im Ort Devecser wurden nahezu 400 Häuser von der Giftschlammlawine überschwemmt, in Kolontar erreichte die giftige Masse eine Höhe von zwei Metern.

    Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen „Pflichtversäumnis im Dienst“.

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