01:55 22 August 2017
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    Zwölfjähriger sollte wegen Diabetes von Neujahrsfeier im Kreml ausgeschlossen werden

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    Erst nach dem Eingreifen der Staatsanwaltschaft des Gebietes Swerdlowsk darf ein an chronischer Diabetes leidender Junge nun doch an der großen Kinderneujahrsfeier im Kreml teilnehmen.

    Erst nach dem Eingreifen der Staatsanwaltschaft des Gebietes Swerdlowsk darf ein an chronischer Diabetes leidender Junge nun doch an der großen Kinderneujahrsfeier im Kreml teilnehmen.

    Der zwölfjährigen Daniil Karpenko hatte bei einem Schulwettbewerb für Flugzeugmodelle eine Eintrittskarte zum größten Kinderfest Russlands - der „Neujahrs-Tanne“ im Kreml - gewonnen und war auf einer vorläufigen Liste als Mitglied der Swerdlowsker Delegation vermerkt worden. Wegen seiner Krankheit sei der Junge jedoch wieder von der Liste der Kinder gestrichen worden, die zum Neujahrsfest nach Moskau fahren dürfen, berichtete die Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation am Montag.

    Laut Journalisten wollten Beamte der Bezirksbehörde für Allgemein- und Berufsausbildung Daniil den Zugang zu der Tannenbaum-Feier im Kreml verwehren, da zu der Veranstaltung „Kinder mit schweren chronischen Krankheiten nicht zugelassen“ seien.
    Als Trostpflaster sei dem Zwölfjährigen angeboten worden, stattdessen bei Neujahrsfeiern im Gebiet Swerdlowsk dabei zu sein.

    Nachdem die Beschwerde der Eltern über diese Entscheidung für einen regen Medienrummel gesorgt hatte, wollte der zuständige Leiter der Bezirksbehörde von einem Verbot nichts gehört haben: „Der Junge hat keine Absage erhalten. Es war lediglich die Frage, auf welche Weise er nach Moskau geschickt werden soll“, lautete es aus der Swerdlowsker Bildungs-Abteilung.

    Der russische Kinderrechtsbeauftragte Pawel Astachow teilte RIA Novosti mit, er sei dabei, „Licht in diese Sache zu bringen“. „Wenn aus irgendwelchen Gründen ein herzloser Bürokrat ausfindig gemacht wird, der (dem Jungen die Fahrt zur Kreml-Neujahrsfeier) verbietet, dann wird dieser selbst den Jungen zu seiner eigenen Neujahrsfeier… im Luschniki-Stadion einladen und ihn auf den besten Platz setzen“, so Astachow.

    Nach Intervention von Seiten der Staatsanwaltschaft wird Daniil Karpenko nun doch - ohne weitere Überprüfung der Sachlage - in Begleitung seines Vaters nach Moskau fahren, gab die Generalstaatsanwaltschaft bekannt.

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