06:52 11 Dezember 2017
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    Nach Antonow-Absturz bei Tula: Flugverbot auch für Langstreckenbomber

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    Nach dem heutigen Absturz eines Antonow-22-Militärtransportflugzeugs hat die russische Luftwaffe ein vorübergehendes Flugverbot für Maschinen dieses Typs, aber auch für die mit den gleichen Propellerturbinen ausgestatteten Tupolew-95-Langstreckenbomber verhängt.

    Nach dem heutigen Absturz eines Antonow-22-Militärtransportflugzeugs hat die russische Luftwaffe ein vorübergehendes Flugverbot für Maschinen dieses Typs, aber auch für die mit den gleichen Propellerturbinen ausgestatteten Tupolew-95-Langstreckenbomber (Foto) verhängt.

    Die Flugsperre für die An-22 und die Tu-95MS sei persönlich von Luftwaffenchef Alexander Selin angeordnet worden und bleibe bis zur Klärung der Absturzursache in Kraft, teilte Militärsprecher Wladimir Drik am Mittwoch mit. Er bestätigte, dass die beiden Flugzeugtypen mit identischen Triebwerken ausgestattet sind.

    Am Dienstagabend war ein Militärtransporter vom Typ Antonow-22 (An-22), der vom zentralrussischen Woronesch aus nach Migalowo im Gebiet Twer (Nordwestrussland) unterwegs war, bei Tula (etwa 300 Kilometer südlich von Moskau) abgestürzt. Alle zwölf Insassen kamen ums Leben. Wie RIA Novosti aus Militärkreisen erfuhr, gehen die Ermittler von einem technischen Versagen aus.

    Bei der An-22 handelt es sich um ein noch in den 1960er Jahren in der damaligen Sowjetunion entwickeltes Transportflugzeug mit Turboprop-Triebwerken.

    Das Konzept der Tu-95-Langstreckenbomber stammt aus den 1950er Jahren. In modifizierter Form als Tu-95MS patrouillieren sie heute regelmäßig über der Arktis, dem Atlantik sowie dem Pazifik und dem Schwarzen Meer.

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