12:01 16 Dezember 2017
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    Panne bei Urteilsverkündung für Chodorkowski: Richter verliest falsch

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    Prozess gegen Michail Chodorkowski (218)
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    Bei der Urteilsverkündung im zweiten Prozess gegen den Ex-Ölmilliardär Michail Chodorkowski und dessen Geschäftspartner Platon Lebedew hat das Moskauer Chamowniki-Gericht am Mittwoch versehentlich eine ganze Seite verlesen, die eigentlich nicht zum Urteil gehörte.

    Bei der Urteilsverkündung im zweiten Prozess gegen den Ex-Ölmilliardär Michail Chodorkowski und dessen Geschäftspartner Platon Lebedew hat das Moskauer Chamowniki-Gericht am Mittwoch versehentlich eine ganze Seite verlesen, die eigentlich nicht zum Urteil gehörte.

    Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur RAPSI aus dem Gerichtssaal berichtete, hatte Richter Viktor Danilkin die Aussagen eines Zeugen zitiert und mehrere Unterlagen verlesen und dann plötzlich gesagt, dass die Seite aus Versehen verlesen worden sei. Woher die falsche Seite stammt, wollte der Richter nicht verraten.

    Auch in der gestrigen Gerichtsverhandlung konnte eine Blamage nur knapp abgewendet werden: Der Richter bemerkte im letzten Moment, dass mehrere Seiten des Urteils zweifach ausgedruckt worden waren.

    Der einst reichste Mann Russlands Michail Chodorkowski und sein Geschäftspartner, der Banker Platon Lebedew, waren bereits 2005 wegen Betrug und Steuerhinterziehung zu jeweils acht Jahren Haft verurteilt worden. Ein Jahr später wurden gegen die beiden neue Ermittlungen wegen schwerem Diebstahl und Geldwäsche eingeleitet.

    In seinem Urteil, das seit Montag verkündet wird, hat das Gericht die beiden Männer bereits schuldig gesprochen, mehr als 200 Millionen Tonnen Öl gestohlen und Erlöse reingewaschen zu haben.

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