00:25 14 Dezember 2018
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    Piratenüberfall: Russischer Bürger an Bord gekaperten deutschen Schiffes

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    See-Piraterie ufert aus (126)
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    An Bord des am Montag gekaperten deutschen Frachtschiffes befindet sich laut dem russischen Außenministerium ein russischer Bürger.


    An Bord des am Montag gekaperten deutschen Frachtschiffes befindet sich laut dem russischen Außenministerium ein russischer Bürger.

    „Somalische Piraten haben am 27. Dezember im Golf von Aden, vor der Küste von Oman, das Güterschiff  Ems River der deutschen Reederei Grona Shipping GmbH Co. KG, das unter der Flagge von Antigua und Barbuda von den VAE nach Griechenland unterwegs war, in ihre Gewalt gebracht. Der Besatzung gehört neben philippinischen Bürgern ein Bürger der Russischen Föderation an“, informiert das Außenministerium.

    Wie es weiter heißt, werden die vorliegenden Informationen überprüft sowie Maßnahmen zur Freigabe des Schiffes und dessen Mannschaft ergriffen.

    Wie die Webseite der Führung der EU-Marineoperation vor der somalischen  Küste (EUNAVFOR Somalia - Operation Atalanta) früher mitgeteilt hatte, wurde das Schiff 175 Seemeilen nordöstlich des omanischen Hafens Salalah überfallen. Die Ems River mit einer achtköpfigen Besatzung war mit Brenn- und Schmierstoffen beladen.

    Nach Angaben des Internationalen Seebüros ist die Zahl der Piratenüberfälle im ersten Halbjahr 2010 weltweit um 20 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 zurückgegangen, und zwar vor allem dank der internationalen Operationen zum Schutz der Schifffahrt im Golf von Aden. Von Januar bis Juni dieses Jahres sind im Golf von Aden 33 Schiffe gekapert worden. Im ersten Halbjahr 2009 waren es 86.

    Dabei sind die somalischen Seeräuber weiterhin die Hauptbedrohung für die weltweite Schifffahrt. Somalia kann das Problem der Piraterie nicht in den Griff bekommen, da es seit 1991, nach dem Sturz des diktatorischen Regimes Siad Barres, der seit Ende der 1960er Jahre regiert hatte, nicht als einheitlicher Staat existiert.

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