17:45 18 Dezember 2017
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    Drogenbanden in Kirgistan gehen zu Kartellbildung über

    © RIA Novosti. Sergey Venyavsky
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    Die Drogenbanden in Kirgistan vergrößern sich laut dem stellvertretenden Stabschef der nationalen Drogenkontrollbehörde, Urmat Abrybekow, auch nach dem politischen Unsturz in dieser mittelasiatischen Republik.

    Die Drogenbanden in Kirgistan vergrößern sich laut dem stellvertretenden Stabschef der nationalen Drogenkontrollbehörde, Urmat Abrybekow, auch nach dem politischen Unsturz in dieser mittelasiatischen Republik.

    „…In Kirgistan wird zurzeit die große Zahl von kleinen kriminellen Gruppen, die sich einst innerhalb von Landsmannschaften bzw. ethnischen Gemeinschaften oder Verwandtschaften gebildet hatten, durch mehrere gut organisierte (Drogen-)Kartelle abgelöst, die einen klaren hierarchischen Aufbau und Verbindungen zu ehemaligen Sowjetrepubliken und dem ferneren Ausland haben“, sagte Abrybekow am Dienstag in Alma-Ata auf einer internationalen Konferenz.

    Laut Abrybekow wurden im vorigen Jahr 1543 Drogendelikte - um 18,2 Prozent weniger als im Jahr 2009 - aufgedeckt. Dabei seien im Jahr 2010 insgesamt 8,34 Tonnen Rauschgiftmittel - um 149 Kilogramm mehr als im Vorjahr - beschlagnahmt worden. 

    Als Ursachen für die geringere Zahl von aufgeklärten Drogendelikten nannte Abrybekow die Aprilrevolution und die dramatischen Ereignisse vom Juni 2010 im Süden des Landes. Damals seien die Rechtsschutzorgane vor allem zum Schutz der öffentlichen Sicherheit eingesetzt gewesen.

    Eine weitere Ursache für das Nachlassen bei der Drogenbekämpfung sieht der Experte in der Auflösung der Agentur für Drogenkontrolle im Oktober 2009. Erst im Februar 2010 sei wieder eine zuständige Behörde gebildet worden, so Abrybekow. 

    Wie der Generalsekretär der Organisation des Vertrages für kollektive Sicherheit (CSTO/OVKS), Nikolai Bordjuscha, am Montag geäußert hat, war der Drogenhandel bzw. - verkehr in Kirgistan von Strukturen kontrolliert worden, die dem damaligen Präsidenten Kurmanbek Bakijew unterstellt waren.

    Im April 2010, nach dem politischen Umsturz in Kirgistan, verließ der entmachtete Präsident Bakijew das Land und übermittelte aus dem Ausland seine Rücktrittserklärung.

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