01:17 17 Dezember 2017
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    Russen in libyscher Wüste in Not: 150 Eisenbahnbauer warten auf Rettung

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    Rund 150 russische Fachleute warten auf einer Baustelle mitten in der libyschen Wüste, 750 Kilometer von Tripolis entfernt, auf Rettung.

    Rund 150 russische Fachleute warten auf einer Baustelle mitten in der libyschen Wüste, 750 Kilometer von Tripolis entfernt, auf Rettung.

    Wie der Fernsehsender Rossija24 am Dienstag berichtete, handelt es sich dabei um Eisenbahnbauer. Zurzeit befinden sich etwa 750 Menschen im Baulager, teilte einer von ihnen, ein Angestellter des russischen Eisenbahnunternehmens RZD, mit. „Die meisten sind Nichtrussen, die aber für unsere Gesellschaft arbeiten und aus kleineren Baulagern vor Plünderern geflüchtet sind“, sagte er. Dort seien sie ausgeraubt und ihre Wohnwagen seien in Brand gesteckt worden.

    Neben den 150 Russen befinden sich 240 Türken und rund 200 Serben im Lager, hieß es.

    „Das Brot ist uns bereits ausgegangen, Gott sei Dank haben wir Wasser“, sagte er. „Wir sitzen auf unseren Koffern und warten auf die Evakuierung. In der Nähe gibt es Landepisten. Uns bleibt nichts übrig, als auf Flugzeuge zu warten, denn bis nach Tripolis kommen wir nicht durch.“

    Vorgestern waren die Frauen aus dem Baulager nach Tripolis geschickt worden. „Sie wurden aber gestoppt und zurück geschickt“, sagte der RZD-Angestellte. „Jetzt befinden sich diese 140 Frauen 200 Kilometer von uns entfernt.“

    Indes ist der Luftraum Libyens weiterhin gesperrt, während sich das russische Zivilschutzministerium gemeinsam mit dem russischen Außenamt um Genehmigungen für Flüge russischer Maschinen bemüht, die die russischen Bürger aus Libyen in Sicherheit bringen sollen. Das teilte Irina Andrianowa, Sprecherin des Zivilschutzministeriums, am Dienstag RIA Novosti mit.

    „Die Frage wird über diplomatische Kanäle abgestimmt“, hieß es. Gegenwärtig werde ein Transportflugzeug des Typs Il-76 des Zivilschutzministeriums im Flughafen Ramenskoje bei Moskau auf den Abflug nach Libyen vorbereitet.

    „Im Auftrag des Präsidenten hält das Zivilschutzministerium insgesamt vier Maschinen für die Libyen-Flüge bereit: zwei Transportflugzeuge des Typs Il-76 sowie Passagierflugzeuge Il-62 und Jak-42. Darüber hinaus bilden eine Jak-42 und ein Il-76-Transportflugzeug die Reserve“, fügte die Sprecherin hinzu.