12:05 16 Dezember 2017
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    Spannung steigt: Rampe für ersten Sojus-Start von Weltraumbahnhof Kourou fast fertig

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    Russland und Frankreich wollen Ende April im äquatornahen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana (Südamerika) eine Startrampe in Betrieb nehmen, von der nach jahrelanger Verzögerung spätestens im Herbst nun endlich russische Sojus-ST-Trägerraketen abheben sollen.

    Russland und Frankreich wollen Ende April im äquatornahen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana (Südamerika) eine Startrampe in Betrieb nehmen, von der nach jahrelanger Verzögerung spätestens im Herbst nun endlich russische Sojus-ST-Trägerraketen abheben sollen.

    „Ende April soll ein Akt über die Inbetriebnahme der ganzen Start-Anlage im Weltraumbahnhof Kourou unterschrieben werden“, sagte der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos Anatolij Perminow.

    Der erste Start einer russischen Sojus-ST-Rakete sei nun für Ende August oder Anfang September geplant. Die Trägerrakete werde zwei europäische „Galileo“-Navigationssatelliten in die Umlaufbahn bringen.

    Der erste Start der Sojus-Trägerrakete von Kourou wird bereits seit Jahren verschoben - zuletzt Ende Dezember 2010 wegen der Entscheidung des Eigentümers des Satelliten Hylas-1, ihn nicht mit dem russischen Sojus, sondern mit der europäischen Rakete Ariane 5 ins All zu schicken.

    Die Umsetzung des Sojus-Projektes im europäischen Weltraumbahnhof in Guayana soll Russland und der EU neue Möglichkeiten in der Erschließung des Weltraums bieten. Vom äquatornahen Kourou kann die russische modernisierte Sojus-ST-Rakete schwerere Raumanlagen ins All bringen als die von Baikonur und Plessezk. Die Europäer werden in Ergänzung ihrer eigenen schweren Trägerrakete Ariane-5 und der leichten Vega die russische Rakete Sojus bekommen, die als die weltweit sicherste Rakete der mittleren Klasse gilt.

    Der Raumbahnhof Kourou, 50 Kilometer von der Stadt Cayenne entfernt, wird vorwiegend für den Start von geostationären Satelliten genutzt.

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