06:42 11 Dezember 2017
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    Strahlenbelastung in japanischer Stadt Namie um mehr als das Tausendfache über der Norm - IAEO

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    Verheerendes Erdbeben in Japan (279)
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    Die radioaktive Strahlung in der Nähe der Stadt Namie in der Präfektur Fukushima erreicht laut Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO bis zum Tausendsechshundertfachen des Normalwerts.

    Die radioaktive Verseuchung in vom Atomkraftwerk Fukushima I zwischen 16 und 58 Kilometer weit entfernten Gebieten betrug laut Messungen der IAEO zwischen zwei und 160 Mikrosievert pro Stunde, zitiert die japanische Nachrichtenagentur Kyodo den Bericht der Atomenergiebehörde. Der höchste Strahlungspegel wurde von der IAEA in der Nähe der Stadt Namie (Präfektur Fukushima) ermittelt. Zum Vergleich: Die natürliche Grundstrahlung für diese Gegend beträgt 0,1 Mikrosievert pro Stunde. Somit übertrifft die radioaktive Verseuchung in der Region den Normalwert um das 1 600-Fache.

    Meerwasserproben um das AKW Fukushima I zeigten, dass der Gehalt an radioaktivem Jod darin um das 126,7-Fache und der Cäsium-Gehalt um das 24,8-Fache höher als die Normalwerte sind.

    Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte am 11. März den Nordosten Japans erschüttert. Dem Beben folgten mehrere Nachbeben der Stärke 6 bis 7,1. Unmittelbar danach traf ein zehn Meter hoher Tsunami das Land. Der verheerenden Naturkatastrophe hielt das Atomkraftwerk Fukushima I nicht stand. Es kam zu einer Reihe von Explosionen, radioaktive Strahlung trat aus.

    Tausende Menschen mussten wegen der Strahlungsgefahr ihre Häuser im Umfeld von 20 Kilometern um das Kraftwerk Fukushima-1 verlassen. Auch die Flüge im Umfeld von 30 Kilometern um das AKW wurden verboten.

    Später wurden erhöhte Werte an radioaktivem Jod und Cäsium in Luft, Trinkwasser und Nahrungsmitteln in mehreren japanischen Gebieten ermittelt.

    Nach den jüngsten Angaben ist die Opferzahl der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe auf 9079 und die der Verletzten auf 2644 gestiegen. 12 645 Japaner werden vermisst.

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