06:47 11 Dezember 2017
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    Radioaktiver Staub vom japanischen Unfallkraftwerk erreicht Island

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    Folgen der Erdbeben-Katastrophe in Japan für die Welt (136)
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    Knapp eineinhalb Wochen nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan, bei der das Atomkraftwerk Fukushima I schwer beschädigt wurde, hat die Radioaktivität offenbar Island erreicht.

    Knapp eineinhalb Wochen nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan, bei der das Atomkraftwerk Fukushima I schwer beschädigt wurde, hat die Radioaktivität offenbar Island erreicht.

    In dem mehr als 8000 Kilometer vom Unfallkraftwerk entfernten nordeuropäischen Inselstaat wurden laut Reuters radioaktive Partikel entdeckt, die wahrscheinlich aus Fukushima stammen.
     
    „Die Ausbreitung (des radioaktiven Staubs) über die ganze nördliche Halbkugel ist nur noch eine Frage weniger Tage“, zitierte die Agentur Andreas Stohl vom Norwegischen Institut für Luftforschung. Dem Forscher zufolge sind die Werte so tief, dass sie keine Gefahr für die Europäer darstellen.
     
    Nach dem Reaktorunfall in Japan breitete der radioaktive Staub aus Japan Richtung Osten aus, flog über den Pazifik und gelangte über Nordamerika und den Atlantik nach Island.

    In Kalifornien waren radioaktive Jod-Isotope bereits vergangene Woche nachgewiesen worden. Der Strahlungswert betrug ein Millionstel von der Dosis, die die Menschen von natürlichen Quellen wie der Sonne abbekommen.
     
    Nach Prognose der französischen Atomsicherheitsbehörde ASN werden die radioaktiven Teilchen am Mittwoch Frankreich erreichen. Die ASN erwartet jedoch keine gefährlichen Konzentrationen: Die Strahlung nach dem Super-GAU in Tschernobyl sei etwa tausendfach höher gewesen.

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