02:33 13 November 2018
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    Atomkatastrophe in Fukushima noch schlimmer als Tschernobyl?

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    Verheerendes Erdbeben in Japan (279)
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    Die Folgen der Unfallserie im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I können ihrem Ausmaß nach das Reaktorunglück von Tschernobyl sogar übertreffen. Das gab die Betreiberfirma des japanischen AKW Tepco am Dienstag bekannt.

    Die Folgen der Unfallserie im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I können ihrem Ausmaß nach das Reaktorunglück von Tschernobyl sogar übertreffen. Das gab die Betreiberfirma des japanischen AKW Tepco am Dienstag bekannt.

    „Es ist uns nicht gelungen, den Austritt von Radioaktivität völlig zu stoppen. Wir fürchten, dass das Ausmaß der radioaktiven Verseuchung im Endeffekt dem von Tschernobyl gleichen oder dieses sogar übertreffen kann“, zitiert die Nachrichtenagentur Kyodo das Atomunternehmen.

    Die japanische Atomaufsichtbehörde Nisa stufte in der Nacht zum Dienstag die Atomkatastrophe von Fukushima auf der höchsten Stufe 7 der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) ein. Bisher hatte diese Bewertung nur die Katastrophe von Tschernobyl erhalten.


    Am Dienstagmorgen sprach die Nisa von einer radioaktiven Strahlung von 10 000 Terabecquerel pro Stunde in der Nähe des AKW. INES-Stufe 7 bedeutet die Freisetzung von radioaktiven Materialien in einer Menge von mehreren Zehntausend Terabecquerel pro Stunde. Die derart intensive Strahlung werde aber dem Nisa-Chef zufolge nur einige Stunden lang andauern. In wenigen Stunden solle diese Zahl auf ein Terabecquerel sinken.


    Laut dem Nisa-Bericht liegt die Strahlung in einer Entfernung von 60 Kilometern nord-westlich des AKW und 40 Kilometern süd-westlich des AKW bei einem Millisievert - womit die gesetzlich erlaubte Strahlenmenge überschritten wird.

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