01:30 13 November 2018
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    Fukushima: Tepco erwartet Rückgang der Radioaktivität erst im Sommer

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    Nach dem schweren Unglück im japanischen Atomkraftwerk Fukushima erwartet die Betreiberfirma Tepco frühestens in drei Monaten einen bedeutenden Rückgang der Radioaktivität im Raum des havarierten AKW.

    Nach dem schweren Unglück im japanischen Atomkraftwerk Fukushima erwartet die Betreiberfirma Tepco frühestens in drei Monaten einen bedeutenden Rückgang der Radioaktivität im Raum des havarierten AKW.

    Das meldete die Agentur Kyodo am Sonntag unter Verweis auf Tepco-Vorstandschef Tsunehisa Katsumata. Der Meldung zufolge hat Tepco - erstmals nach Beginn der Atomkatastrophe Anfang März - einen Zeitplan für die Bewältigung der Krise vorgelegt: Demnach will der Betreiber die Krise in sechs bis neun Monaten in den Griff bekommen.

    Innerhalb von sechs bis neun Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen und das Austreten von Radioaktivität gestoppt werden, sagte Katsumata. Derzeit konzentriere sich das Unternehmen darauf, neue Explosionen in den drei beschädigten Reaktoren zu verhindern sowie das Auslaufen von verstrahltem Wasser aus dem zweiten Reaktorblock zu stoppen.

    Nach der Stabilisierung der Situation am AKW werden der Tepco-Präsident Masataka Shimizu und er selbst zurücktreten, kündigte Katsumata an. Mit dieser Entscheidung wollen die beiden Topmanager die volle Verantwortung für das Atomdesaster übernehmen.

    Das Atomkraftwerk Fukushima an Japans Ostküste war beim verheerenden Erdbeben und dem folgenden Tsunami am 11. März (Fotos >>) schwer beschädigt worden. Es kam zu einer Reihe von Explosionen, Radioaktivität trat aus.

    Tausende Menschen mussten wegen der Strahlungsgefahr ihre Häuser im Umkreis von bis 30 Kilometern um das Kernkraftwerk verlassen. Erhöhte Werte an radioaktivem Jod und Cäsium wurden in Luft, Trinkwasser und Nahrungsmitteln in mehreren japanischen Gebieten gemessen.

    Am 12. April stufte die japanische Kommission für Atom- und Industriesicherheit Nisa den Störfall in Fukushima in die höchste Stufe sieben ein. Damit entspricht die Fukushima-Katastrophe dem Super-GAU von Tschernobyl.

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