02:30 13 November 2018
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    Japanische Behörden erweitern evakuierte Zone um havariertes AKW in Fukushima

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    Verheerendes Erdbeben in Japan (279)
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    Die japanische Regierung hat laut der Nachrichtenagentur Kyodo die evakuierte Zone um das AKW Fukushima-1 durch neue Ortschaften, die weiter als 20 Kilometer vom AKW entfernt liegen, erweitert, um einer gefährlichen Strahlungsbelastung für die Bevölkerung vorzubeugen.

    Die japanische Regierung hat laut der Nachrichtenagentur Kyodo die evakuierte Zone um das AKW Fukushima-1 durch neue Ortschaften, die weiter als 20 Kilometer vom AKW entfernt liegen, erweitert, um einer gefährlichen Strahlungsbelastung für die Bevölkerung vorzubeugen.

    Wie der Generalsekretär der japanischen Regierung, Yukio Edano, mitteilte, empfiehlt die Regierung dringend den Einwohnern einer Reihe von Ortschaften in den Präfekturen Fukushima und Ibaraki, ihre Siedlungen spätestens in einem Monat zu verlassen. Ansonsten könne wegen des hohen Strahlungspegels ein beträchtlicher Schaden für ihre Gesundheit entstehen. Mit dem Aufenthaltsverbot wollen die japanischen Behörden eine gefährliche radioaktive Bestrahlung der Bevölkerung sowie das Marodieren in diesen Orten vermeiden.

    Die Strahlungsbelastung in der evakuierten Zone schadet der Gesundheit der Menschen nicht, wenn sie sich dort eine kürzere Zeit aufhalten. Bei einem längeren Aufenthalt - von sechs bis zwölf Monaten - kann die Gesundheit der Menschen wesentlich beeinträchtigt werden.

    Am Vortag besuchte der japanische Premier Naoto Kan die 20-km-Zone und forderte, den Aufenthalt von Menschen in den am AKW Fukushima-1 anliegenden Gebieten offiziell zu verbieten. Laut Fernsehsender NHK sind für Verletzungen des Verbotes Strafsanktionen vorgesehen.

    Nach einer schweren Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe am 11. März kam es zu Bränden und Havarien im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-1. Die AKW-Hülle im dritten Reaktor wurde durch das Erdbeben beschädigt, radioaktive Stoffe traten in die Atmosphäre aus.

    Fast 80 000 Menschen im Umkreis von 20 Kilometern um das AKW Fukushima-1 wurden wegen des hohen Strahlungspegels aus diesen Territorien in Sicherheit gebracht. Später kehrten manche Dorfeinwohner in die gefährliche 20-km-Zone jedoch wieder zurück, was die Polizei offiziell nicht verbieten konnte.

    Der Leitung des AKW-Betreibers Tepco zufolge kann die Beseitigung der Havariefolgen in Fukushima-1 sechs bis neun Monate in Anspruch nehmen.

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