01:30 13 November 2018
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    Panne in Japans größtem AKW Kashiwazaki-Kariwa - MEHR

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    Verheerendes Erdbeben in Japan (279)
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    Knapp zwei Monate nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat ein anderes japanisches Atomkraftwerk Probleme mit dem Kühlsystem gemeldet.

    Knapp zwei Monate nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat ein anderes japanisches Atomkraftwerk Probleme mit dem Kühlsystem gemeldet.

    Im AKW Kashiwazaki-Kariwa, dem größten Atommeiler des Landes, habe es eine Störung im Kühlsystem des 1. Reaktors gegeben, teilte die Betreiberfirma Tepco der Agentur Kyodo mit. Ob bei der Panne Radioaktivität ausgetreten ist, blieb unklar.

    Während einer Kontrollaktion am Donnerstag seien Probleme ausgemacht worden. Eine Klappe im Kühlsystem habe sich nicht wie üblich automatisch geschlossen und musste von den Mitarbeitern zugemacht werden. Die Spezialisten klären jetzt die Ursachen der Panne.

    Das AKW Kashiwazaki-Kariwa liegt in der in der Präfektur Niigata an der westlichen Küste der japanischen Hauptinsel Honshū.

    Nach dem Unfall im AKW Fukushima hatte Betreiber Tepco den Bau eines 15 Meter hohen Dammes vor der nordwestlichen Küste von Honshū angekündigt, um das größte AKW des Landes vor Tsunamis zu schützen.

    Das Atomkraftwerk Fukushima an Japans Ostküste war beim verheerenden Erdbeben und dem folgenden Tsunami am 11. März schwer beschädigt worden. Es kam zu einer Reihe von Explosionen, Radioaktivität trat aus. Tausende Menschen mussten wegen der Strahlungsgefahr ihre Häuser im Umkreis von 30 Kilometern um das Kernkraftwerk verlassen. Erhöhte Werte an radioaktivem Jod und Cäsium wurden in Luft, Trinkwasser und Nahrungsmitteln in mehreren japanischen Gebieten gemessen.

    Am 12. April stufte die japanische Kommission für Atom- und Industriesicherheit Nisa die Katastrophe von Fukushima mit INES-Stufe sieben ein. Diese höchste Stufe auf der Internationalen Skala für Nukleare Ereignisse war bisher nur für den Super-GAU von Tschernobyl vergeben worden.

    Am vergangenen Montag stellten die japanischen Behörden zudem einen Anstieg radioaktiver Substanzen im Kühlwasser in einem Reaktor des AKW Tsuruga an der Westküste des Landes fest. Der Betreiber Japco kündigte an, den betroffenen Reaktor am Samstag zur Überprüfung herunterzufahren. Tsuruga liegt in der Präfektur Fukui außerhalb der Erdbebenzone.

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