15:33 17 Februar 2019
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    Pilot verfehlt Landebahn: 44 Tote bei Flugzeugunglück bei Petrosawodsk (Zusammenfassung)

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    Flugzeugunglück bei Petrosawodsk (29)
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    Bei einem Absturz einer Tupoljew-134-Maschine der Fluggesellschaft RusAir nahe des nordwestrussischen Stadt Petrosawodsk ( Karelien) sind in der Nacht zum Dienstag 44 der insgesamt 52 Insassen, darunter sieben Kinder, ums Leben gekommen.

    Bei einem Absturz einer Tupoljew-134-Maschine der Fluggesellschaft RusAir nahe des nordwestrussischen Stadt Petrosawodsk ( Karelien) sind in der Nacht zum Dienstag 44 der insgesamt 52 Insassen, darunter sieben Kinder, ums Leben gekommen.

    Die acht Überlebenden, unter ihnen ein Kind, erhielten zum Teil äußerst schwere Verletzungen und sind noch nicht außer Lebensgefahr. Sie werden in Krankenhäusern behandelt.

    Beim Flugzeugunglück kamen auch Ausländer ums Leben. Wie RIA Novosti aus dem russischen Zivilschutzministerium erfuhr, befinden sich ein Schwede, ein Niederländer und zwei ukrainische Bürger sowie eine vierköpfige Familie mit russisch-amerikanischer Doppelstaatsbürgerschaft unter den Toten. Außerdem fanden mehrere hochrangige Vertreter von drei russischen Atomenergieunternehmen den Tod.

    Die Rettungskräfte haben bereits alle 44 Toten aus den Trümmern geborgen und mit der Identifizierung begonnen.

    Dichter Nebel als Ursache vermutet

    Die Maschine verfehlte bei dichtem Nebel die Landepiste um knapp einen Kilometer und setzte hart auf einer Autobahn auf. Der Rumpf fiel bei der Landung auseinander und fing Feuer. Laut Vizepremier Sergej Iwanow hatten nach vorläufigen Erkenntnissen ein Fehler des Piloten und schlechte Witterungsbedingungen zu dem Unglück geführt.

    Im Nebel „hat der Pilot bis zum letzten Augenblick visuell nach der Landepiste gesucht und diese nicht gesehen“, sagte Iwanow, der in der Regierung für das Verkehrswesen zuständig ist. Der Pilot „hat die Landepiste verfehlt und ist rechts von dieser gelandet“.

    Die Behörden traten Vermutungen entgegen, dass das Flugzeug bereits in der Luft auseinandergebrochen sei. Die Maschine sei erst beim Zusammenstoß mit einem rund 15 Meter hohen Baum beschädigt worden; zuvor habe es noch keinen Defekt gegeben, sagte der Chef der russischen Luftfahrtagentur, Alexander Neradko. Auch der stellvertretende Verkehrsminister Waleri Okulow bestätigte, dass die Explosion und der Brand bereits nach dem Aufprall der Passagiermaschine auf der Erde ausgelöst worden seien.

    Trauer und Kondolenzbekundungen

    Ausländische Spitzenpolitiker und internationale Organisationen haben Russland ihre Anteilnahme ausgedrückt. Als erste schickten der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch und der aserbaidschanische Staatschef Ilcham Alijew Kondolenzschreiben an den Kreml.

    Polens Ministerpräsident Donald Tusk bekundete "im Namen aller Polen" dem russischen Volk tiefempfundenes Beileid. Ähnliche Trauerbotschaften schickten auch der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu und der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves. Die Regierung der nordwestrussischen Teilrepublik Karelien hat eine dreitägige Trauer um die Todesopfer der Flugzeugkatastrophe verkündet.

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