20:55 17 Oktober 2017
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    Bär als Grabschänder - Jagdkundler im Amur-Gebiet kommen der Polizei zu Hilfe

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    Im fernöstlichen Amur-Gebiet lauern die Jagdkundler des Schonreviers Olekminski jetzt einem Bären auf, der nach Polizeiangaben seit mehreren Tagen auf dem Friedhof in der Umgebung der Stadt Tynda sein Unwesen treibt und Gräber aufwühlt.

    Im fernöstlichen Amur-Gebiet lauern die Jagdkundler des Schonreviers Olekminski jetzt einem Bären auf, der nach Polizeiangaben seit mehreren Tagen auf dem Friedhof in der Umgebung der Stadt Tynda sein Unwesen treibt und Gräber aufwühlt.

    Wie RIA Novosti am Dienstag von Pawel Kortschewoi, Mitarbeiter der Naturschutz-Verwaltung des Gebietes, erfuhr, hatte die vom Friedhofswärter alarmierte Polizei die Behörde um Hilfe gebeten. Wie der Friedhofswärter sagte, hat er an den vergangenen drei Tagen die Nähe des Wildtieres gespürt und es einmal auch gesehen. Der Bär habe zwei Gräber aufgewühlt und die darin befindlichen Leichen zerrissen.

    „Nach den Spuren zu urteilen, ist der Bär zwei Jahre alt. Vom Leichengeruch angelockt ist das hungrige Tier auf den Friedhof gekommen“, sagte Kortschewoi. Die Gräber, in denen zumeist sozial schwache Bürger beerdigt seien, seien aus Sparsamkeitsgründen - und unter Verletzung der Norm - nicht tief genug ausgehoben worden und strömten nun Leichengeruch aus.

    „Wir müssen den Bären erschießen, damit er nicht die Teilnehmer eines Trauerzuges als ‚Konkurrenten’ angreift“, so Kortschewoi. Ihm zufolge wird das Tier nicht mehr auf leichte Beute verzichten und sich nicht verjagen lassen.

    „Wäre jetzt Beerenzeit, würde das Tier zu einem anderen Futter wechseln. Wir können aber keine Menschenleben riskieren, zumal der Friedhof keine Telefonverbindung hat und der Wärter sich in ständiger Gefahr befindet“, sagte der Experte.

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