20:55 17 Oktober 2017
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    Fall Strauss-Kahn: Ermittlung zweifelt an Glaubwürdigkeit der Klägerin

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    Die Ermittler im Falls Dominique Strauss-Kahn zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Aussagen der Hotelangestellten, die der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds in New York, sexuell missbraucht haben soll.

    Die Ermittler im Falls Dominique Strauss-Kahn zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Aussagen der Hotelangestellten, die der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds in New York, sexuell missbraucht haben soll.

    Wie die „New York Times“ berichtet, sind im Zuge der Ermittlung ernsthafte Ungereimtheiten in den Aussagen des mutmaßlichen Opfers festgestellt worden. Wie einer der Beamten mitteilte, habe die Frau bei den Vernehmungen, die seit der Einleitung des Verfahrens am 14. Mai vorgenommen wurden, mehrmals gelogen. Mehr noch: Die aus Guinea stammende Frau soll in Verbindung mit kriminellen Kreisen stehen, die Drogenhandel und Geldwäsche betrieben haben.

    Wie die Zeitung aus den Ermittlungskreisen erfuhr, soll die Frau ausgerechnet am Tag des Vorfalls mit Strauss-Kahn im Hotel Sofitel mit einem Strafgefangenen telefoniert haben, mit dem sie Vorteile aus einer gerichtlichen Verfolgung des IWF-Chefs besprochen habe. Dieses Gespräch sei von der Polizei aufgezeichnet worden.

    Der Gesprächspartner der Klägerin war beschuldigt worden, rund 200 Kilogramm Marijuana gelagert zu haben und steht auch auf der Liste derjenigen, die in den letzten zwei Jahren rund 100 000 Dollar auf die Konten des Zimmermädchens überwiesen haben.

    Quellen in der Polizei schließen nicht aus, dass die Frau, die den Prozess initiiert hatte, nach dessen Abschluss des Landes verwiesen wird.

    Strauss-Kahn soll am heutigen Freitag vor dem New Yorker Gericht erscheinen. Der Geschäftsmann und Politiker hat seine Schuld bisher bestritten. Seine Verteidigung besteht darauf, dass alles, was im Hotelzimmer geschah, „in gegenseitigem Einvernehmen“ erfolgte. Ursprünglich hatte die Verteidigung auf einem Alibi von Strauss-Kahn bestanden, später wurde diese Version allerdings verworfen.

    Auf die Gerichtsverhandlung wartet Strauss-Kahn in seiner für 50 000 US-Dollar im Monat  gemieteten vierstöckigen Villa im Manhattaner Stadtviertel Tribeca. Die Luxusimmobilie verfügt über einen Kinosaal, eine Sauna, einen Fitnessraum und eine Dachterrasse.

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