10:37 21 Oktober 2017
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    Flammenring wird enger: Feuerwehr will Atomwaffenlabor Los Alamos mit Gräben schützen

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    Die Feuerschlinge um die US-Stadt Los Alamos, in der das Nationale Kernforschungslabor beheimatet ist, zieht sich enger zu. Die Feuerwehr errichtet Schutzgräben, um ein Übergreifen der Flammen auf die Nuklearanlage zu verhindern.

    Die Feuerschlinge um die US-Stadt Los Alamos, in der das Nationale Kernforschungslabor beheimatet ist, zieht sich enger zu. Die Feuerwehr errichtet Schutzgräben, um ein Übergreifen der Flammen auf die Nuklearanlage zu verhindern.
     
    Wie Reuters am Freitag meldete, befreien rund 1200 Feuerwehrleute das Gelände um das Labor und die zu ihm gehörende Atommülldeponie von explosiven Gegenständen. Nur mehr fünf Kilometer trennen das Labor von den Flammen. Heftiger Wind treibt das Feuer immer weiter.

    „Einen solch aggressiven Brand hat es hier noch nie gegeben“, sagte der Feuerwehrchef von Los Alamos, Douglas Tucker.

    Nach vorläufigen Angaben sind in Los Alamos bereits über 30 Bauten ausgebrannt. Die Stadt wurde in dieser Woche evakuiert. Obwohl die Flammen dicht an das Labor herangekommen sind, beteuerte Laborsprecher Kevin Roark, dass die Plutonium-Anreicherungsanlagen außer Gefahr seien. Die Explosivstoffe des Labors befänden sich in unterirdischen Betonbunkern in Sicherheit.

    Das Feuer hatte aus Arizona auf New Mexico übergegriffen. In Arizona haben die Flammen bereits eine Fläche von 22 000 Hektar verwüstet. Das ist die schwerste Brandkatastrophe in der Geschichte dieses Bundesstaates.

    Das Labor in Los Alamos war 1943 gegründet worden. Dort waren die Bomben entwickelt worden, die 1945 die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zerstörten. Zurzeit gilt das Labor als eines der größten US-Forschungszentren mit den Schwerpunkten erneuerbare Energien, Weltraum, Medizin, Supercomputer und Nanotechnologien.

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