04:05 17 Oktober 2017
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    Ermittler bestätigen: Magnizki starb in U-Haft wegen verweigerter medizinischer Hilfe

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    Ein gerichtsmedizinisches Gutachten hat ergeben, dass der ehemalige Anwalt des Investmentfonds Hermitage Capital, Sergej Magnizki, in der Untersuchungshaft gestorben war, weil ihm nicht rechtzeitig medizinische Hilfe erwiesen wurde. Dies teilte der Sprecher des russischen Ermittlungskomitees, Wladimir Markin, am Montag RIA Novosti mit.

    Ein gerichtsmedizinisches Gutachten hat ergeben, dass der ehemalige Anwalt des Investmentfonds Hermitage Capital, Sergej Magnizki, in der Untersuchungshaft gestorben war, weil ihm nicht rechtzeitig medizinische Hilfe erwiesen wurde. Dies teilte der Sprecher des russischen Ermittlungskomitees, Wladimir Markin, am Montag RIA Novosti mit.

    Die Schuldigen seien bereits ausgemacht worden und würden zur Verantwortung gezogen, versicherte Markin.

    Die Experten hätten Mängel in der medizinischen Versorgung Magnizkis in der U-Haft aufgedeckt. Der Anwalt habe an chronischen Krankenheiten gelitten, die nicht rechtzeitig erkannt worden seien. Außerdem sei Magnizki während der Verschlimmerung seiner Krankheit am 16. November nicht angemessen behandelt worden, was zu seinem Tod geführt habe. 

    Der 37-jährige Magnizki, dem Steuerhinterziehung vorgeworfen wurde, war im November nach elf Monaten Untersuchungshaft im Untersuchungsgefängnis gestorben. Die Todesursache ist nach amtlichen Angaben Herzversagen. Magnizkis Tod löste eine öffentliche Diskussion über die Notwendigkeit einer Reform der Strafanstalten aus.