04:06 17 Oktober 2017
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    Menschenrechtsgericht weist griechische Klage gegen Deutschland zu SS-Massaker ab

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    Der Europäische Gerichtshof für Menscherrechte hat bestätigt, dass Deutschland keinen Schadensersatz an Hinterbliebene eines vor mehr als 67 Jahren begangenen SS-Massakers in Griechenland zahlen muss.

    Der Europäische Gerichtshof für Menscherrechte hat bestätigt, dass Deutschland keinen Schadensersatz an Hinterbliebene eines vor mehr als 67 Jahren begangenen SS-Massakers in Griechenland zahlen muss.

    Das in Straßburg ansässige Gremium wies die entsprechende Klage von vier Griechen ab. Die Eltern der Kläger waren unter den insgesamt 218 Menschen, die 1944 im griechischen Dorf Distomo von SS-Soldaten massakriert worden waren.

    Die Nachkommen der Opfer forderten von Deutschland, das bereits 1960 Griechenland mit 115 Millionen Mark für die Nazi-Besatzung entschädigt hat, mehrere Milliarden Euro Schadenersatz. Nachdem das deutsche Bundesverfassungsgericht die neuen Ansprüche abgelehnt hatte, warfen die Nachkommen der SS-Opfer der Bundesrepublik vor, die Europäische Menschenrechtskonvention zu verletzen, und klagten vor dem Menschenrechtsgericht.

    Der Straßburger Gerichtshof wies die Beschwerde als nicht zulässig ab. Das Gremium stellte fest, dass die Europäische Menschenrechtskonvention kein Land dazu verpflichte, Wiedergutmachung für Unrecht oder Schäden zu leisten, die von deren Vorgängerstaaten verübt wurden.