11:28 15 November 2018
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    Expertise bestätigt Selbstmord von Chiles Ex-Präsident Allende

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    Der frühere chilenische Präsident Salvador Allende hat am Tag des Militärputschs am 11. September 1973 Selbstmord begangen.

    Der frühere chilenische Präsident Salvador Allende hat am Tag des Militärputschs am 11. September 1973 Selbstmord begangen.

    Das bestätigte die jüngste forensisch-medizinische Expertise, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag unter Berufung auf Allendes Angehörige meldete. "Der Expertenschluss stimmt mit der Meinung unserer Familie überein: Präsident Allende, der in eine komplizierte Situation geraten war, beschloss Selbstmord, statt erniedrigt zu werden", wurde Präsidententochter Isabel von der Agentur zitiert.

    Die sterblichen Überreste Allendes, der 1970 bis 1973 das Land regiert hatte, wurden am 23. Mai auf Bitte der Tochter Isabel, die Abgeordnete des örtlichen Senats ist, in Santiago de Chile exhumiert. Nach offizieller Version war Präsident Allende während der Erstürmung seines Palastes durch die Putschisten ums Leben gekommen. Nachdem die Soldaten den ersten Stock des Palastes besetzt hatte, befahl Allende seinen Gesinnungsgenossen, den Widerstand einzustellen, und erschoss sich aus einer von Fidel Castro geschenkten Maschinenpistole.

    Einigen Berichten zufolge hatten die Putschisten auf den mittlerweile toten Präsidenten geschossen. In seinem Körper wurden 13 Kugeln entdeckt. Einige Experten meinten, dass Allende doch noch von den Meuterern erschossen wurde. Sein Tod wurde einen Tag nach dem Putsch bekannt gegeben. Putschistenanführer Augusto Pinochet regierte das Land im Laufe der nächsten 16 Jahre. Während seiner Herrschaft wurden rund 3200 Bürger aus politischen Gründen hingerichtet. Etwa 1200 gelten immer noch als vermisst.

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