15:11 22 August 2017
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    Im Libanon entführte Esten für fünf Millionen Dollar freigekauft?

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    Die Entführung von sieben estnischen Bürgern im Libanon ist aus Versehen geschehen, und ihre Befreiung hat Estland fünf Millionen US-Dollar gekostet, teilte die estnische Wochenschrift Eesti Ekspress am Donnerstag unter Berufung auf das unabhängige, auf Informationen über Aufklärungsdienste spezialisierte französische Web-Portal Intelligence Online mit.

    Die Entführung von sieben estnischen Bürgern im Libanon ist aus Versehen geschehen, und ihre Befreiung hat Estland fünf Millionen US-Dollar gekostet, teilte die estnische Wochenschrift Eesti Ekspress am Donnerstag unter Berufung auf das unabhängige, auf Informationen über Aufklärungsdienste spezialisierte französische Web-Portal Intelligence Online mit.

    Die Entführer hatten Intelligence Online zufolge vor, Bürger eines westlichen Staates zu kidnappen, der Interessen im Nahen Osten habe. Ziel der Entführer war es, den politischen Druck des Westens auf Syrien zu vermindern, hieß es.

    Die Auftraggeber der Entführung sind nach Angaben des Web-Portals mit den syrischen Geheimdiensten verbunden. Nachdem sie ihren Fehler eingesehen hatten, formulierten sie ihre Forderungen neu und forderten ein großes Lösegeld, so das Blatt.

    Sieben estnische Touristen, die mit dem Fahrrad durch Nahost unterwegs waren, waren am 23. März im Libanon bei der Stadt Sahle im Bekaa-Tal von bewaffneten und maskierten Unbekannten gezwungen worden, in drei Fahrzeuge zu steigen.

    Später bekannte sich eine Organisation unter dem Namen „Bewegung für Erneuerung und Reformen“ zu der Entführung.

    Am Morgen des 14. Juli wurden die Geiseln mit einem Wagen ins Bekaa-Tal transportiert und dort freigelassen. Von dort aus wurden sie in die französische Botschaft im Libanon gebracht. Details der Befreiung werden nicht bekanntgegeben. Die estnischen Behörden streiten ab, Lösegeld gezahlt zu haben.

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