11:24 22 August 2017
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    Estnische Polizei dementiert: Keine Geiselnahme im Verteidigungsministerium

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    Der bewaffnete Mann, der am Donnerstag im Verteidigungsministerium des baltischen Staates Estland mehrere Schüsse aus einer Pistole abgegeben und sich dann während des durch ihn ausgelösten Polizeieinsatzes selbst erschossen hat, hat nach den jüngsten Angaben der Polizei keine Geiseln genommen.

    Der bewaffnete Mann, der am Donnerstag im Verteidigungsministerium des baltischen Staates Estland mehrere Schüsse aus einer Pistole abgegeben und sich dann während des durch ihn ausgelösten Polizeieinsatzes selbst erschossen hat, hat nach den jüngsten Angaben der Polizei keine Geiseln genommen.

    Zwei Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums seien zufällig in ein und demselben Raum mit dem Angreifer gewesen, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Schütze, der außer mit einer Pistole noch mit einem Knall- und einem Rauchkörper bewaffnet gewesen sei, habe weder Geiseln genommen noch Forderungen gestellt. Die Motive für die Tat blieben zunächst unklar.

    Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen die Identität des Schützen festgestellt – es handelt sich um einen gewissen Karen D. (57), Mitglied der Estländischen Vereinigten Linkspartei (EÜV), die sich unter anderem für die Interessen der russischen Minderheit einsetzt. Die früheren Meldungen, dass der Attentäter ein ehemaliger Armeeangehöriger sei, wies die Polizei zurück.

    Der Mann war am Donnerstagnachmittag ins Verteidigungsministerium eingedrungen und hatte nach Augenzeugenberichten mehrere Schüsse abgegeben und mindestens eine Person verletzt. Das Verteidigungsministerium wurde evakuiert. Sicherheitskräfte riegelten die Umgebung ab. Als eine Spezialeinheit der Polizei mit dem Sturm begann, ereignete sich im Gebäude eine Explosion.

    Verteidigungsminister Mart Laar, der zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht im Gebäude war, hielt sich mit Kommentaren zurück: „Die Situation ist nicht klar und es ist momentan unmöglich, Kommentare abzugeben."

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