00:50 18 Februar 2018
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    Strauss-Kahn unschuldig? Staatsanwalt zieht Klage zurück

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    IWF-Chef unter Verdacht auf sexuelle Belästigung verhaftet (22)
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    Die Staatsanwaltschaft in New York hat im Prozess um einen der spektakulärsten Sex-Skandale der letzten Zeit am Montag dem Gericht vorgeschlagen, alle Anklagepunkte gegen den ehemaligen Chef des IWF Dominique Strauss-Kahn fallen zu lassen.

    Die Staatsanwaltschaft in New York hat im Prozess um einen der spektakulärsten Sex-Skandale der letzten Zeit am Montag dem Gericht vorgeschlagen, alle Anklagepunkte gegen den ehemaligen Chef des IWF Dominique Strauss-Kahn fallen zu lassen.

    Wie die Agentur Reuters berichtet, wurde diese Empfehlung offiziell beim Gericht eingereicht.

    Strauss-Kahn war am 14. Mai in New York aufgrund von Anschuldigungen einer Hotelangestellten festgenommen worden. Die 32-Jährige hatte behauptet, der hochrangige Gast des Sofitel New York hätte sie sexuell attackiert.

    Wie Noel Leader, der Gründer des New Yorker Interessenverbandes afroamerikanischer Gesetzeshüter, RIA Novosti mitteilte, soll der Prozess gegen Strauss-Kahn schon am Dienstag kippen. Das angebliche Opfer sei darüber informiert worden „damit es für sie keine Überraschung wird. Das ist eine Schande für unsere Rechtssprechung“, sagte Leader. „Das ist keine Rechtssprechung, sondern eine voreingenommene, rassistische Entscheidung zu Gunsten von Strauss-Kahn“ - und das trotz anders lautender Zeugenaussagen und eindeutiger Beweise gegen den Ex-IWF-Chef, so der Vereinssprecher.

    Vor dem Gerichtsgebäude haben sich Demonstranten versammelt, die „Rassismus“ und „Gesetzlosigkeit“ anprangern.

    Nach seiner Verhaftung am 14. Mai verbrachte Strauss-Kahn einige Tage im Gefängnis, bevor er gegen eine Million US-Dollar Kaution in den Hausarrest entlassen wurde.

    Anfang Juli hing der geplante Prozess jedoch bereits am seidenen Faden: Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass die aus Guinea stammende Klägerin während ihres Asylverfahrens in den USA falsche Angaben gemacht, die Steuer- und Sozialbehörden betrogen sowie höchstwahrscheinlich bei ihren Aussagen gegen den ehemaligen IWF-Chef gelogen habe.

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