01:36 13 November 2018
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    Nach Atomstörfall: Japan plant umfangreiche Entsorgungsarbeiten

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    Folgen der Erdbeben-Katastrophe in Japan für die Welt (136)
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    Japan will in den nächsten zwei Jahren die radioaktive Umweltbelastung in den Gebieten um das Unglücks-AKW Fukushima-1 etwa um die Hälfte verringern, meldet Reuters am Freitag unter Berufung auf Atomkrise-Minister Goshi Hosono.

    Japan will in den nächsten zwei Jahren die radioaktive Umweltbelastung in den Gebieten um das Unglücks-AKW Fukushima-1 etwa um die Hälfte verringern, meldet Reuters am Freitag unter Berufung auf Atomkrise-Minister Goshi Hosono.

    Bei den Rekultivierungsarbeiten sollen die oberen Bodenschichten samt Bäumen und Sträuchern entfernt und die Hausdächer von radioaktivem Staub gereinigt werden.

    „Wir planen, das Strahlungsniveau in zwei Jahren in den betroffenen Gebieten etwa um 40 Prozent und an den Aufenthaltsorten von Kindern um 60 Prozent zu reduzieren“, sagte der Minister auf einer Pressekonferenz.

    Ein weiteres Ziel bestehe darin, das Strahlungsniveau bis auf 20 Millisievert im Jahr, den höchstzulässigen Pegel, zu senken.

    „Schließlich möchten wir die abgesteckten Ziele in möglichst kurzer Zeit erreichen“, so Hosono.

    Die japanische Regierung übernimmt die Kontrolle über die Entsorgungsarbeiten, hat aber noch keine definitive Entscheidung über die Endlagerung der radiaktiv verseuchten Erde getroffen. Da die Radioaktivität sich über Tausende Quadratkilometer ausgebreitet hat, können die Entsorgungskosten in die Milliarden US-Dollar gehen.

    Die Bewohner der verseuchten Gebiete, die nach dem Reaktorunfall an sichere Orte gebracht worden waren, können in dem von der Regierung genannten Zeitraum nicht in ihre Heimstätten zurückkehren.

    Ein schweres Erdbeben und der anschließende Tsunami hatten am 11. März die Stromversorgung des AKW Fukushima-1 gestört, was eine Serie von Pannen beziehungsweise einen mehrfachen Austritt von Radioaktivität zur Folge hatte. Rund 80 000 Menschen im Umkreis von 30 Kilometern um das havarierte Kraftwerk wurden in Sicherheit gebracht.

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