17:56 23 November 2017
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    Tödlicher Unfall auf Atom-U-Boot „Nerpa“: Gericht bestätigt Freispruch für Angeklagte

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    Knapp drei Jahre nach der Chemiekatastrophe an Bord des Atom-U-Bootes „Nerpa“, bei der 20 Menschen umgekommen waren, hat ein Gericht der russischen Marine die beiden Angeklagten freigesprochen.

    Knapp drei Jahre nach der Chemiekatastrophe an Bord des Atom-U-Bootes „Nerpa“, bei der 20 Menschen umgekommen waren, hat ein Gericht der russischen Marine die beiden Angeklagten freigesprochen.

    Die Richter befanden, dass der Kommandeur der „Nerpa“ Dmitri Lawrentjiew und Maat Dmitri Grobow, die nach Ansicht der Ermittler für den Unfall verantwortlich waren, unschuldig seien. Die beiden waren bereits am 30. September von einem Geschworenenkollegium freigesprochen worden. Während der Kommandeur der „Nerpa“ das Urteil als begründet bezeichnete, kündigten die Hinterbliebenen Berufung an.

    Das Unglück, bei dem 20 Menschen getötet und 22 verletzt worden waren, hatte sich am 9. November 2008 ereignet. Die „Nerpa“ befand sich mit 208 Insassen an Bord im Japanischen Meer, als das chemische Brandschutzsystem LOCH plötzlich ansprang und ein giftiges Gas  freisetzte, das im Falle eines Brandes der Luft den Sauerstoff entzieht. In der Folge erstickten 20 Menschen, 21 weitere wurden verletzt.

    Wie sich später herausstellte, war das System statt mit Freon mit dem giftigen Tetrachlorethen befüllt. Die Ermittler machten Lawrentjiew und Grobow dafür verantwortlich.

    Die „Nerpa“ (K-152, Projekt 971, Klasse „Schtschuka-B“) gehört zu den U-Booten der dritten Generation. Bei einer Wasserverdrängung von 8140/12770 Tonnen und einer Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten kann die „Nerpa“ bis zu 600 Meter tief tauchen und 100 Tage lang unter Wasser bleiben. Die Besatzung besteht aus 73 Mann. Das U-Boot ist mit vier 533-mm-Torpedorohren und vier 650-mm-Torpedorohren ausgestattet.

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