02:43 23 November 2017
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    Kurilen-Insel Kunaschir

    Japanische Behörden protestieren gegen Kurilen-Reise eines italienischen Radfahrers

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    Der italienische Abenteurer Janus River, der seit dem Jahr 2000 die Welt umradelt, will laut Kyodo trotz wiederholten Protesten der japanischen Behörden am Sonntag eine der Inseln der Südkurilen besuchen.

    Der italienische Abenteurer Janus River, der seit dem Jahr 2000 die Welt umradelt, will laut Kyodo trotz wiederholten Protesten der japanischen Behörden am Sonntag eine der Inseln der Südkurilen besuchen.

    Wie der 74-jährige Reiselustige River der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo telefonisch mitteilte, beabsichtigt er nicht, seine Route zu ändern, und plant, noch am Sonntag auf der Insel Iturup oder der Insel Schikotan einzutreffen.

    Wie der japanische Generalkonsul im russischen Juschno-Sachalinsk in einem Kyodo-Gespräch sagte, hatte die  japanische Seite den Italiener, der ein russisches Visum für die Reise zu den Südkurilen bekommen hatte, gebeten, auf den Kurilen-Besuch aus Achtung vor der japanischen Position zu dem umstrittenen Territorium zu verzichten.

    Der Italiener Janus River ist seit 2000 mit seinem Fahrrad bereits  in 135 Ländern gewesen, darunter auch in Russland. Seit Anfang August strampelt er sich durch den russischen Fernen Osten. Zu den nächsten Reisezielen des Italieners gehören die Kurileninseln Kunaschir, Schikotan und Iturup, und dann die Philippinnen und Nordkorea.

    Japan hat Gebietsansprüche auf vier Inseln der Südkurilen (Iturup, Kunaschir, Schikotan und Habomai) und beruft sich dabei auf einen bilateralen Handelsvertrag mit Russland von 1855. Russlands Position besteht darin, dass die Südkurilen im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges an die damalige Sowjetunion gefallen waren, deren Rechtsnachfolger Russland ist. Die Souveränität Russlands über dieses Territorium sei völkerrechtlich korrekt und über alle Zweifel erhaben.

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