02:43 23 November 2017
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    Chavez fliegt nach Kuba zu neuer Untersuchung - Wird die Wahrheit verheimlicht?

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    Gesundheitszustand von Hugo Chávez (84)
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    Der venezolanische Präsident Hugo Chavez tritt am Sonntag eine erneute Reise nach Kuba an, um sich dort wiederholt medizinisch untersuchen zu lassen.

    Der venezolanische Präsident Hugo Chavez tritt am Sonntag eine erneute Reise nach Kuba an, um sich dort wiederholt medizinisch untersuchen zu lassen.

    Am 22. September war Chavez von Kuba, wo er die vierte und - wie die Ärzte hoffen - auch die letzte Runde der Chemotherapie absolviert hatte, nach Hause zurückgekehrt. Im Juni hatten kubanische Ärzte Chavez einen Darmtumor entfernt.

    Am Samstag zeigte das venezolanische Fernsehen, wie Chavez vor Kabinettsmitgliedern sprach und ihnen versicherte, dass seine Gesundheit sich bessere, doch die kubanischen Ärzte ihn erneut gründlichst untersuchen sollen. Sein Gesundheitszustand war vor vier Monaten kritisch gewesen, gestand der Präsident ein.

    Ende September warf der ehemalige US-Botschafter in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Roger Noriega, den venezolanischen Behörden vor, die Wahrheit über den Gesundheitszustand von Chavez zu verbergen. Die Gesundheit des Präsidenten sei eine Gewähr für den Sieg bei der Präsidentenwahl in Venezuela geworden, die am 7. Oktober 2012 stattfinden soll.

    „Die Mitglieder der venezolanischen Regierung hoffen, dass sie die Wahl gewinnen werden, wenn Chavez auf den Stimmzetteln stehen wird, und sie haben Recht damit“, sagte Noriega. Die US-Administration müsse sich jedoch darauf einstellen, dass Hugo Chavez den politischen Schauplatz verlassen wird. Nach Noriegas Worten bekommt er seit zwei Jahren aus glaubwürdigen Quellen unter hochrangigen Personen Informationen über den tatsächlichen Gesundheitszustand von Chavez.

    „Die Quellen behaupten, dass der Gesundheitszustand von Chavez als sehr ernst eingeschätzt wird, und die Behandlung seiner Krebskrankheit nicht die von den Ärzten erwarteten Ergebnisse bringt. Dies bedeutet, dass wir uns Gedanken über die Entwicklung im Lande nach dem Weggehen von Chavez machen müssen und dazu bereit sein müssen, auch ohne ihn in der Welt zu leben“, so Noriega.

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