13:09 21 November 2017
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    Reinigungsarbeiten in Fukushima: Stadtbehörden bemühen sich um Abbau der Radioaktivität

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    Folgen der Erdbeben-Katastrophe in Japan für die Welt (136)
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    Die Behörden der ostjapanischen Stadt Fukushima haben mit der Reinigung der Wohnhäuser und der öffentlichen Gebäude begonnen, die im Frühjahr 2011 durch die Havarie im örtlichen Atomkraftwerk Fukushima I in Mitleidenschaft gezogen worden waren.

    Die Behörden der ostjapanischen Stadt Fukushima haben mit der Reinigung der Wohnhäuser und der öffentlichen Gebäude begonnen, die im Frühjahr 2011 durch die Havarie im örtlichen Atomkraftwerk Fukushima I in Mitleidenschaft gezogen worden waren.

    Der Atomunfall war am 11. März durch ein starkes Erdbeben vor der ostjapanischen Küste und die anschließende 15 Meter hohe Tsunamiwelle verursacht worden. Aus den beschädigten Energieblöcken trat Radioaktivität in die Luft aus. Gleichzeitig wurde ein mehrfaches Entweichen von radioaktiven Substanzen ins Meerwasser registriert.

    In der Präfektur Fukushima, aber auch in weit entfernten Gebieten wurden radioaktiv verstrahlte Nahrungsmittel, so Gemüse, Pilze, Fleisch und Milch, ermittelt. Mehr als 100 000 Anwohner im Umkreis von 30 Kilometern zum Unglückskraftwerk wurden in Sicherheit gebracht.

    Die Stadtverwaltung von Fukushima rechnet damit, die Strahlenbelastung in zwei Jahren auf ein Mikrosievert pro Stunde und in zehn Jahren auf weniger als ein Millisievert pro Jahr - international geltende Norm - senken zu können.

    Bis Frühjahr 2013 sollen 110 000 Wohnhäuser und öffentliche Gebäude sowie die an Schulen und sonstigen Kindereinrichtungen anliegenden Straßen deaktiviert werden.

    Zu den Reinigungsarbeiten an Orten mit relativ niedrigem Strahlungsniveau werden Freiwillige herangezogen, die Abflussrinnen und Gräben mit Wasser unter hohem Druck auswaschen. In stärker verstrahlten Gebieten werden Profis eingesetzt, die vor allem die oberste Bodenschicht abtragen sowie Baumzweige absägen und Blätter wegräumen sollen.

    Bei der Reinigung nur eines Wohnhauses mit Parzelle können zehn bis 20 Tonnen radioaktiver Müll anfallen. Das Problem der Entsorgung beziehungsweise der Endlagerung der radioaktiven Abfälle ist in manchen Stadtbezirken noch nicht gelöst.

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