02:58 22 November 2017
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    Auf Moskaus „schwarzer Liste“ möglicherweise in Bouts Festnahme verwickelte US-Beamte

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    Fall Magnitski - Tod in Untersuchungshaft (80)
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    Die vom russischen Außenamt aufgestellte „schwarze Liste“ US-amerikanischer hochrangiger Beamter, denen die Einreise nach Russland verboten ist, enthält unter anderem Namen von Mitarbeitern der Drogenbekämpfungsbehörde (DEA), die an der Operation zur Festnahme des angeblichen russischen Waffenhändlers Viktor Bout teilgenommen haben, teilt die Zeitung „Moskowskije Nowosti“ am Montag mit.

    Die vom russischen Außenamt aufgestellte „schwarze Liste“ US-amerikanischer hochrangiger Beamter, denen die Einreise nach Russland verboten ist, enthält unter anderem Namen von Mitarbeitern der Drogenbekämpfungsbehörde (DEA), die an der Operation zur Festnahme des angeblichen russischen Waffenhändlers Viktor Bout teilgenommen haben, teilt die Zeitung „Moskowskije Nowosti“ am Montag mit.

    Die US-Justiz wirft dem Russen Bout "Verschwörung zur Tötung von Amerikanern, Waffenschmuggel und die Förderung des Terrorismus" vor.

    Das russische Einreiseverbot für US-Staatsbeamte ist eine Antwort Moskaus auf die vom US-Außenamt zusammengestellte „schwarze Liste“ für russische Beamte, die mit dem Fall des Juristen des Investmenthauses Hermitage Capital Sergej Magnitski verbunden sind, teilt die Zeitung mit.

    Der Jurist des Investmentfonds Hermitage Capital Sergej Magnitski starb 2009 in U-Haft, nachdem ihm medizinische Hilfe verweigert worden war.

    Das US-Außenministerium hatte Einreisebeschränkungen für einige Dutzend russische Beamte eingeführt, die in den Fall Magnitski verwickelt sind. Laut dem US-Außenamt ist diese Entscheidung im Rahmen des Programms der Visa-Sanktionen gegen in Menschenrechtsverletzungen verwickelte Personen auf der ganzen Welt getroffen worden.

    Viktor Bout, der sich mit internationalen Güterlufttransporten beschäftigt hatte und 2001 aus dem Business ausgestiegen war, wurde im März 2008 in der thailändischen Hauptstadt Bangkok von der örtlichen Polizei unter Beteiligung von Mitarbeitern der US-Geheimdienste verhaftet.

    Am 16. November 2010 wurde Bout an die USA überstellt und am nächsten Tag in vier Punkten - unter anderem wegen Unterstützung des Terrorismus und illegalen Waffenlieferungen - angeklagt. Viktor Bout bestreitet seine Schuld. Im Oktober wurde in den USA ein Gerichtsverfahren im Fall Bout eingeleitet.

    Wie Bouts Anwalt Viktor Burobin der Zeitung „Moskowskije Nowosti“ mitteilte, können auf der russischen Liste für das Einreiseverbot solche Namen wie Derek Odny, Scott Hacker und Robert Zahariasievich stehen, die Viktor Bout ohne entsprechende Sanktionen dafür abgehört und verhaftet haben.

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