04:28 23 November 2017
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    Russland hat es nicht gelernt, seine Bürger zu verteidigen - Ehefrau von Viktor Bout

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    Wirbel um mutmaßlichen russischen Waffenhändler Bout (107)
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    Laut Alla Bout, Ehefrau des bekannten russischen Unternehmers Viktor Bout, den die US-Behörden des Waffenschmuggels anklagen, haben die russischen Behörden es nicht gelernt, ihre Bürger zu verteidigen, die in eine schwere Situation im Ausland geraten sind.

    Laut Alla Bout, Ehefrau des bekannten russischen Unternehmers Viktor Bout, den die US-Behörden des Waffenschmuggels anklagen, haben die russischen Behörden es nicht gelernt, ihre Bürger zu verteidigen, die in eine schwere Situation im Ausland geraten sind.

    Viktor Bout, der sich mit internationalen Güterlufttransporten beschäftigt hatte und 2001 aus dem Business ausgestiegen war, wurde im März 2008 in der thailändischen Hauptstadt Bangkok von der örtlichen Polizei unter Beteiligung von Mitarbeitern der US-Geheimdienste verhaftet.

    Am 16. November 2010 wurde Bout an die USA überstellt und am nächsten Tag in vier Punkten - unter anderem wegen Unterstützung des Terrorismus und illegalen Waffenlieferungen - angeklagt. Viktor Bout bestreitet seine Schuld. Im Oktober wurde in den USA ein Gerichtsverfahren im Fall Bout eingeleitet.

    „Leider hat Russland es bisher nicht gelernt, seine Bürger, die in eine Situation wie Viktor geraten sind, zu verteidigen. Zunächst tauchte der Fall Jaroschenko auf, dann der Fall Bout - Fälle also, in denen ein Bürger Russlands nicht auf dem russischen Territorium, sondern im Ausland vors Gericht kommt“, sagte Alla Bout am Donnerstag in einer Videokonferenz Moskau - New York, die von der RIA Novosti organisiert worden ist.

    Das ist laut Alla Bout „der erste laute Resonanzfall in den USA, der für Verbrechen eingeleitet wurde, die nicht auf dem Territorium dieses Landes begangen wurden“. Heute sind nach ihren Worten die Staatsanwaltschaft und die Geheimdienste der USA faktisch berechtigt, jeden Bürger, der nur verdächtigt wird, den USA einen Schaden zufügen zu können, in jedem Punkt der Welt zu verhaften und vor Gericht zu stellen.

    „Ich würde es als Staatsterrorismus seitens der USA bezeichnen, denn das ist ein präzedenzloser Fall. Ich denke, dass kein einziges Land in der Welt sich so etwas leisten kann. Wie reagiert Russland darauf? Bisher habe ich keine Handlungen außer Deklarationen gesehen und denke, Sie auch“, sagte Alla Bout.

    Freilich schließe sie nicht aus, dass sie von bestimmten Schritten des Außenministeriums im diplomatischen Bereich keine Kenntnis habe, hieß es.

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