17:54 23 November 2017
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    USA setzen Berlusconi auf „Menschenhändler“-Liste

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    Das US-Außenamt hat den italienischen Premier Silvio Berlusconi auf die Liste von in den Menschenhandel verwickelten Personen gesetzt, teilt die Webseite der Zeitung „Telegraph“ mit.

    Das US-Außenamt hat den italienischen Premier Silvio Berlusconi auf die Liste von in den Menschenhandel verwickelten Personen gesetzt, teilt die Webseite der Zeitung „Telegraph“ mit.

    Der jährliche Bericht des US-Außenamtes stützt sich auf Angaben aus 180 Ländern.

    „Im Februar 2011 wurde gegen Premier Silvio Berlusconi eine Anklage im Zusammenhang mit der mutmaßlichen sexuellen Ausbeutung eines Mädchens aus Marokko erhoben“, heißt es im Bericht.

    Im Dokument wird auf Zeugenaussagen hingewiesen, laut denen die junge Frau ein Opfer des Menschenhandels war. Darüber hinaus wird Berlusconi eine Begünstigung der Kinderprostitution zur Last gelegt.

    Die ersten Berichte, laut denen die Staatsanwaltschaft Mailands sexuelle Beziehungen zwischen dem Premier und einer minderjährigen Marokkanerin mit dem Spitznamen Ruby ermittelt, die an mehreren Partys in Berlusconis Villa teilgenommen und von ihm zahlreiche Geschenke bekommen haben soll, waren im Oktober vergangenen Jahres in der italienischen Presse aufgetaucht. Sie lösten einen großen politischen Skandal aus.

    Später berichteten die Medien, dass Ruby im Mai 2010 von der Mailänder Polizei wegen versuchten Diebstahls festgenommen und später nach einem Anruf, den Berlusconi aus dem Regierungspalast tätigte, freigelassen wurde. Berlusconi soll dabei darauf verwiesen haben, dass Ruby mit dem damaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak verwandt sei. Aus diesem Grund wird Berlusconi verdächtigt, sein Amt missbraucht zu haben.

    Berlusconi selbst wies alle gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurück und betonte, dass sie alle ausgesprochen politischen Charakter haben und auf seine Diskreditierung in den Augen der Wähler gerichtet seien. Nach seinen Worten habe er niemals sexuelle Kontakte mit Minderjährigen gehabt, geschweige denn dafür gezahlt. Seine materielle Unterstützung für die jungen Frauen erklärte er mit seiner Großzügigkeit.

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