04:49 19 September 2018
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    Bundeskanzlermaschine offenbar über Ukraine an Iran verkauft - Zeitung

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    Ein Flugzeug, das von deutschen Bundeskanzlern gebraucht wurde, ist möglicherweise über eine ukrainische Gesellschaft an den Iran verkauft worden, schreibt die ukrainische Version der Tageszeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Ein Flugzeug, das von deutschen Bundeskanzlern gebraucht wurde, ist möglicherweise über eine ukrainische Gesellschaft an den Iran verkauft worden, schreibt die ukrainische Version der Tageszeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Laut Medienberichten sei das Geschäft über eine ukrainische Gesellschaft an den von der EU beschlossenen Handelsbeschränkungen mit dem Iran vorbei getätigt worden. 

    Die Maschine sei im Juli am Kiewer Flughafen Borispol gelandet. Am 18. November habe sie die Ukraine mit einer anderen Bordnummer verlassen.

    Diese Woche hatten mehrere europäische Medien, darunter der „Spiegel“, berichtet, die deutsche Regierungsmaschine vom Typ Airbus A310-304 „Theodor Heuss“ sei angeblich an die iranische Fluggesellschaft Mahan Air verkauft worden. Laut offiziellen Berichten habe die Luftwaffe den Airbus für 4,2 Millionen Euro an „osteuropäische Investoren“ verkauft. Mögliche Ziele der weiteren Nutzung des Flugzeugs seien dabei nicht präzisiert worden.

    Das ukrainische Staatsunternehmen UkrAeroRuch verzichtete auf einen Kommentar zu diesem Vorfall. Wie aber aus einer Quelle im Unternehmen verlautete, war die Maschine am 21. Juli von Köln aus mit dem Flug GAF921 eingetroffen. „Wir verfügen jedoch nicht über Informationen, laut denen die Maschine ins Ausland abgeflogen ist“, hieß es.

    Der 1989 gebaute „Theodor Heuss“, Bordnummer 1022, Seriennummer 499, hatte der DDR-Fluggesellschaft Interflug gehört. Nach der Wiedervereinigung ging die Maschine an die Luftwaffe. Der Airbus wurde überholt und von Spitzenrepräsentanten des deutschen Staates genutzt. Der ehemalige Regierungs-Jet verfügt unter anderem über ein Schlafzimmer und eine Dusche. Unter anderem flogen Angela Merkel, Gerhard Schröder, Helmut Kohl und Joschka Fischer mit dieser Maschine.

    Wie der UkrAeroRuch-Vertreter feststellte, könnte die Maschine die Ukraine durchaus mit einer anderen Bordnummer verlassen haben. Hinweise darauf, dass die Maschine die Bordnummer gewechselt haben soll, fand die Zeitung auf der deutschen Seite Skyliner-aviation.de, die über den internationalen An- und Verkauf von Flugzeugen informiert. Laut diesen Angaben habe der Airbus A310-304 mit der Seriennummer 499 (ICAO 3F8516) die alte Registrierungsnummer 1022 durch EP-VIP ersetzt. Am 18. November habe die Maschine den Flughafen Borispol in Richtung Teheran verlassen.

    Aus einer Quelle im Flughafen Borispol erfuhr die Zeitung, dass das Flugzeug vom Zoll unter Arrest gestellt worden sei. In diesem Status habe es „lange im Flughafen Borispol herumgestanden“. „Danach zu urteilen, dass das Flugzeug weggeflogen ist, hat der Eigentümer alle Probleme mit den Behörden geregelt“, hieß es. „Der Iran ist von allen Seiten mit Handelssanktionen umstellt, er kann keine Flugzeuge in Europa kaufen und muss das über Scheinfirmen in der Ukraine, Armenien und der Türkei tun.“

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