10:19 17 Dezember 2018
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    Nach Fukushima-Unfall: Japaner überprüfen ihre Atomkraftwerke

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    Verheerendes Erdbeben in Japan (279)
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    Der zweite Reaktor des japanischen Atomkraftwerkes Takahama, Präfektur Fukui, ist am Freitagabend laut dem Betreiber Kansai Electric Power für Wartungsarbeiten stillgelegt worden.

    Der zweite Reaktor des japanischen Atomkraftwerkes Takahama, Präfektur Fukui, ist am Freitagabend laut dem Betreiber Kansai Electric Power für Wartungsarbeiten stillgelegt worden.

    Nach den Angaben muss der 826-MW-Meiler, der in vier Monaten wieder in Betrieb sein soll, auf Beschluss der Regierung vorher Stresstests durchlaufen. Die Bevölkerung und die Administration der Präfektur Fukui, deren Zustimmung für ein Wiederanfahren der Kernanlage erforderlich ist, sind noch nicht bereit, darin einzuwilligen.

    Die meisten der insgesamt 54 Atomreaktoren Japans sind aus Erdbebengründen beziehungsweise zur Wartung stillgelegt worden. Nur zehn Reaktorblöcke sind derzeit in Betrieb. Aber auch sie sollen in der Zeit bis April 2012 technisch überprüft beziehungsweise gewartet werden.

    Kansai Electric Power hat bereits seine Energieabnehmer gebeten, in diesem Winter den Stromverbrauch um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresstand zu reduzieren.

    Trotz der Tatsache, dass viele Atomreaktoren in Japan bereits überprüft und einsatzbereit sind, ist wegen der ablehnenden Haltung der Bevölkerung keiner davon neu gestartet worden. Falls es weiter so gehen sollte, würde es im April kommenden Jahres in Japan keinen tätigen Atomreaktor mehr geben.

    Seit der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 wächst die Sorge der japanischen Bevölkerung vor radioaktiver Strahlung und einer dadurch bedingten Verseuchung von Luft, Wasser und Boden. Die Havarie im Atomkraftwerk Fukushima I war von einem starken Erdbeben und einer anschließenden Tsunamiwelle ausgelöst worden.

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