18:37 16 Juli 2018
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    30 Tote bei Selbstmordattentat beim Ashura-Fest in Kabul

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    Lage in Afghanistan (867)
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    Bei einem Selbstmord-Anschlag vor einer schiitischen Kultstätte in Kabul sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, meldet France Presse am Dienstag unter Berufung auf einen Korrespondenten der Agentur in der afghanischen Hauptstadt.

    Bei einem Selbstmord-Anschlag vor einer schiitischen Kultstätte in Kabul sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, meldet France Presse am Dienstag unter Berufung auf einen Korrespondenten der Agentur in der afghanischen Hauptstadt.

    Ein weiterer Terroranschlag mit vier Toten erfolgte in der nordafghanischen Stadt Mazari-Sharif. Wie Reuters unter Hinweis auf die örtliche Polizei meldet, war der Sprengsatz an einem vor einer Moschee abgestellten Fahrrad befestigt. Unter den Toten befindet sich ein Soldat des örtlichen Armeeverbandes.

    Am heutigen Dienstag begehen die Schiiten das Ashura-Fest. Es erinnert unter anderem an den Tod des Mohammed-Enkels Imam Hussein im siebenten Jahrhundert, mit dem die Spaltung des Islam in die schiitische und die sunnitische Glaubensrichtung besiegelt wurde. Die Teilnehmer von traditionellen Trauerprozessionen geißeln sich selbst und schlagen sich an die Brust.

    Das Ashura-Fest wird in der islamisch geprägten Welt seit mehreren Jahren von blutigen Anschlägen überschattet. So werden an diesem Tag im Irak schiitische Gläubige von Sunniten angegriffen. 

    Fast 99 Prozent der afghanischen Bevölkerung bekennen sich gegenwärtig zum Islam. Ein Viertel davon sind Schiiten.

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