09:12 22 Juli 2018
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    Russische Drogenkontrolle dementiert Krok-Lieferungen von Russland nach Europa

    © RIA Novosti . Sergey Venyavsky
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    Die russische Drogenkontrollbehörde (FSKN) hat am Dienstag Berichte einiger einheimischer und ausländischer Medien zurückgewiesen, denen zufolge Desomorphin, eine künstlich hergestellte Heroin-Ersatzdroge, von Russland nach Europa geliefert wird.

    Die russische Drogenkontrollbehörde (FSKN) hat am Dienstag Berichte einiger einheimischer und ausländischer Medien zurückgewiesen, denen zufolge Desomorphin, eine künstlich hergestellte Heroin-Ersatzdroge, von Russland nach Europa geliefert wird.

    „In einzelnen Massenmedien wird behauptet, dass das Desomorphin, an dem mehrere junge Menschen in etlichen europäischen Ländern auf Grund von Überdosen gestorben sind, aus Russland stammte. FSKN möchte klarmachen, dass die Behauptung von einer russischen Herkunft des Rauschgiftes nicht der Wirklichkeit entspricht und Russland unbegründet als Drogentransitland und als Desomorphin-Lieferanten für Europa darstellt“, so die Mitteilung.

    Desomorphin, auch Krokodil oder kurz Krok genannt, gehört zu den gefährlichsten Rauschgiftmitteln und lässt sich massenhaft aus handelsüblichen medizinischen Präparaten herstellen. Die Krok-Konsumenten haben nach der ersten Injektion noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von acht Monaten. 

    Eine „hausgemachte“ Desomorphin-Lösung, die durch Zwischenprodukte verschmutzt ist, ist instabil und muss sofort nach der Herstellung verbraucht werden, solange sie ihre „Verbrauchseigenschaften“ nicht verloren hat.

    „Aus diesem Grund ist die Lieferung von Desomorphin von Russland nach Europa im Prinzip unmöglich“, unterstreicht die Behörde.

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