16:53 25 Februar 2018
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    Rund 2100 Minen 2011 in Bosnien-Herzegowina entschärft

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    In Bosnien-Herzegowina sind im scheidenden Jahr rund 2100 während des Krieges von 1992-1995 gelegte Minen entschärft worden.

    In Bosnien-Herzegowina sind im scheidenden Jahr rund 2100 während des Krieges von 1992-1995 gelegte Minen entschärft worden.

    Das teilte Dusan Gavran, Direktor des Minen-Aktions-Zentrums in Sarajevo, am Donnerstag mit. Seit Jahresbeginn seien bei der Detonation von Minen in Bosnien-Herzegowina neun Menschen ums Leben gekommen. "2011 wurde ein Territorium von zwölf Quadratkilometern von Minen befreit. Dabei wurden 2151 Minen und 5309 nicht explodierte Geschosse entdeckt", sagte Gavran.

    Expertenschätzungen zufolge bleiben auf einer Fläche von 1367 Quadratkilometern - 2,67 Prozent des Territoriums des Landes - noch etwa 210 000 nicht entschärfte Minen. "1996 gingen wir davon aus, dass ein Territorium von 4200 Quadratkilometern vermint worden war", sagte Gavran. Seit 1996 sind in Bosnien-Herzegowina 1671 Menschen durch Minen zu Schaden gekommen, 579 von ihnen kamen ums Leben.

    Bosnien-Herzegowina hatte 1992 seinen Ausstieg aus dem Staatsverband der damaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien bekannt gegeben. Daraufhin brach ein Krieg zwischen bosnischen Muslimen, Serben und Kroaten aus, der bis 1995 dauerte. Bei dem Konflikt kamen nach unabhängigen Expertenschätzungen rund 100 000 Menschen ums Leben, hauptsächlich bosnische Muslime. Zum Beginn des Krieges waren in Bosnien-Herzegowina etwas mehr als vier Millionen Menschen ansässig.

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