15:34 16 August 2017
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    Ex-Paramilitärs in Kolumbien geben freiwillig drei Tonnen Waffen ab

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    Kolumbianische Ex-Paramilitärs - Mitglieder der als illegal geltenden Revolutionären Antisubversiven Volksarmee (ERPAC) - haben freiwillig fast drei Tonnen Waffen abgegeben.

    Kolumbianische Ex-Paramilitärs - Mitglieder der als illegal geltenden Revolutionären Antisubversiven Volksarmee (ERPAC) - haben freiwillig fast drei Tonnen Waffen abgegeben.

    Wie die Zeitung La Segunda am Samstag berichtete, geht es um Maschinengewehre, Granatwerfer, Flinten, Gewehre, Pistolen und Handgranaten. Am vergangenen Freitag hätten sich rund 120 ERPAC-Mitglieder ohne jegliche Vorbedingungen den Behörden ergeben. In nächster Zeit dürften noch etwa 300 ehemalige Paramilitärs ihre Waffen strecken, darunter auch ERPAC-Chef José López Montero alias „Caracho“.

    In einem Gespräch mit der Zeitschrift La Semana hatte Montero bereits vor einem Monat erklärt, dass er „kriegsmüde“ sei und zusammen mit seiner 500 Mann starken Truppe die Waffen abgeben wolle. ERPAC-Gründer Pedro Oliverio Guerrero alias „Cuchillo“ („Messer“) war vor einem Jahr von der Polizei getötet worden.

    Zwischen 1997 und 2006 war in Land die rechtsgerichtete paramilitärische Gruppierung Autodefensas Unidas de Colombia (AUC) mit rund 10 000 Teilnehmern aktiv gewesen. Im Frühjahr 2006 beschloss ihre Führungsspitze, die Organisation aufzulösen. Dabei spalteten sich rund ein Dutzend kleine Gruppierungen von der AUC ab, die größtenteils in den illegalen Drogenhandel und andere verbrecherische Aktivitäten verwickelt waren.

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