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    Serienmörder von Toulouse wollte wieder töten (Zusammenfassung)

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    Der mutmaßliche Serientäter von Toulouse hat zugegeben, dass er am Mittwoch einen Anschlag gegen einen weiteren Soldaten geplant habe.

    Der mutmaßliche Serientäter von Toulouse hat zugegeben, dass er am Mittwoch einen Anschlag gegen einen weiteren Soldaten geplant habe.

    Zudem habe Mohamed Merah zwei Polizisten erschießen wollen, sagte der zuständige leitende Staatsanwalt François Molins am Mittwoch in Toulouse nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er habe im Gespräch mit Polizisten bedauert, bisher nicht noch mehr Menschen getötet zu haben. Der Mann hat drei Soldaten sowie vor einer jüdischen Schule einen Lehrer und drei Kinder erschossen. Merah habe sich gerühmt, Frankreich auf die Knie gezwungen zu haben, sagte Molins.

    Die Elitepolizisten hätten am Mittwoch mehrmals vergeblich versucht, in Merahs Wohnung einzudringen, in der er sich verschanzt hat. Jedes Mal seien die Polizisten mit Schüssen aus schweren Waffen zurückgedrängt worden. Ein Beamter habe einen Knieschuss erlitten, einen zweiten Polizisten habe die kugelsichere Weste vor schweren Verletzungen bewahrt.

    Nach einer Analyse der bisherigen Erkenntnisse hätten sich die Sicherheitskräfte am Vorabend zu dem sofortigen Einsatz gegen den Mann entschlossen. Merah sei zweimal in Afghanistan gewesen, zuletzt Ende 2011. Nach einer Hepatitis-Erkrankung sei er wieder nach Frankreich zurückgekehrt. Der Täter habe im Gespräch mit Polizisten erklärt, er habe stets allein gehandelt. "Er bedauert nichts", wurde Molins von der dpa zitiert.

    Frankreichs Verteidigungsminister Gerard Longuet teilte im Fernsehen mit, dass die Verhandlungen zwischen den Elitepolizisten und dem Serienmörder möglicherweise die ganze Nacht dauern werden. Zuerst hatte der Täter versprochen, sich gegen Mittag zu ergeben. Dann verschob er den Termin auf Mittwochabend.

    Die Behörden hoffen darauf, Merah lebend zu fassen. "Wir müssen höchstens noch eine Nacht ausharren, nicht aber mehrere Tage. Die Erfahrungen führen vor Augen, dass derartige Verrückte irgendwann mal halt machen", sagte Longuet. "Wir möchten einen Sturm vermeiden, wir möchten ihn verhaften und vor Gericht bringen. Wir wollen die Hintergründe seiner Tat verstehen und erfahren, ob er Komplizen hatte", sagte der Verteidigungsminister.

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