03:47 21 September 2018
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    Erneut Geiselnahme auf Sinai: Tschechische Reisebegleiterin entführt

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    Eine Reisebegleiterin aus Tschechien ist im Süden der ägyptischen Halbinsel Sinai von Unbekannten entführt worden, berichtet die ägyptische Zeitung „Al-Ahram“ am Donnerstag auf ihrem Webportal.

    Eine Reisebegleiterin aus Tschechien ist im Süden der ägyptischen Halbinsel Sinai von Unbekannten entführt worden, berichtet die ägyptische Zeitung „Al-Ahram“ am Donnerstag auf  ihrem Webportal.

    Nach Polizeiangaben hatten Bewaffnete am frühen Donnerstagmorgen einen Bus mit zwölf Touristen aus Tschechien gestoppt, der sich nach einem Ausflug nach Scharm el-Scheich auf dem Rückweg zum Hotel befand. Die Täter holten die Begleitdolmetscherin der Gruppe, eine 35-jährige tschechische Bürgerin, aus dem Bus und verschleppten sie.

    Wie bei der Verwaltung der Provinz Südsinai verlautete, ist die entführte Frau in Ägypten wohnhaft, mit einem ägyptischen Bürger verheiratet und in einem einheimischen Reiseunternehmen angestellt.

    Nach den Entführern soll gefahndet werden.

    Am vergangenen Montag wurden zwei Touristinnen aus Brasilien von in Sinai lebenden arabischen Beduinen gefangen genommen. Im Februar waren US-Bürger und Nordkoreaner entführt worden. Die Geiselnehmer forderten die Entlassung inhaftierter Stammesangehöriger. Nach Verhandlungen der Behörden mit den Entführern kamen die gefangenen Ausländer wieder frei.

    Die arabischen Beduinen - Bewohner der Halbinsel Sinai - stehen seit langem im Streit mit den Behörden. Diese würden ihre Rechte verletzen. Die Beduinen beklagen sich über eine unzureichende Beteiligung an der Tourismusbranche sowie über das Fehlen der notwendigen Infrastruktur, etwa einen Mangel an Krankenhäusern sowie Hoch- und Mittelschuleinrichtungen.

    Trotz der von den Behörden angekündigten verstärkten Sicherheitsmaßnahmen im Fremdenverkehr sind in den vergangenen zwei Monaten auf Sinai insgesamt vier Geiselnahmen von Ausländern registriert worden.

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