02:42 21 Februar 2018
SNA Radio
    Panorama

    Gefängnisflucht per Hubschrauber erstmals in Russland - Zusammenfassung

    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Eine filmreife Geschichte hat sich am Donnerstag bei Wologda (500 Kilometer nordöstlich von Moskau) abgespielt, als ein verurteilter Mörder mithilfe eines Hubschraubers aus dem Gefängnis geflüchtet war.

    Eine filmreife Geschichte hat sich am Donnerstag bei Wologda (500 Kilometer nordöstlich von Moskau) abgespielt, als ein verurteilter Mörder mithilfe eines Hubschraubers aus dem Gefängnis geflüchtet war.

    Die Besatzung des Hubschraubers, der angeblich für einen Privatflug gechartert worden war, wurde nach dem Abheben von den Passagieren - einem Mann, vermutlich dem Bruder des Täters, und einer Frau - unter Waffenandrohung gezwungen, zum Ort Scheksna zu fliegen und über der dortigen Haftanstalt ein Seil auszuwerfen.

    Der wegen vier Morden und Raubüberfall verurteilte Alexej Schestakow, der erst die Hälfte seiner Haftstrafe von 24 Jahren abgesessen hat, gelangte über das vom Hubschrauber herabgelassene Seil an Bord der Maschine.Nach der Landung im Ort Burzewo bei Wologda stieg Schestakow in ein Auto, das ihn nach Jaroslawl bringen sollte. Die beiden Komplizen trennten sich in verschiedene Richtungen.

    Die Polizei konnte den Aufenthaltsort des Ausbrechers ermitteln. Dieser leistete bei der Festnahme bewaffneten Widerstand und wurde bei einem Schusswechsel leicht verletzt. Der Autofahrer wurde als mutmaßlicher Fluchthelfer festgenommen. Nach den Komplizen, die den Hubschrauber gekapert hatten, wird weiter gefahndet.

    Wie der Vize-Vorsitzende des Gesellschaftsrates bei der Föderalen Strafvollzugsbehörde, Boris Suschkow, in einem Gespräch mit RIA Novosti äußerte, war diese Gefängnisflucht für Russland beispiellos. „Ich habe während meiner 50-jährigen Arbeit so etwas noch nie erlebt. Das war der erste derartige Vorfall in der russischen Praxis.“