00:43 24 Oktober 2018
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    Nach Entführung von iranischem Frachter: Piraten fliehen vor maledivischer Marine

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    See-Piraterie ufert aus (126)
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    Einen Tag nach dem Piratenangriff auf ein iranisches Schiff vor den Malediven, hat die maledivische Marine die Verfolgungsjagd ohne Ergebnis beendet.

    Einen Tag nach dem Piratenangriff auf ein iranisches Schiff vor den Malediven, hat die maledivische Marine die Verfolgungsjagd ohne Ergebnis beendet.

    Seeräuber aus Somalia hatten am Montag einen iranischen Bulkfrachter mit 23 Menschen an Bord gekapert. Die Marine der Republik Malediven schickte Kampfschiffe, um den Frachter zu befreien. Am Dienstagabend kündigte das Kommando der Nationalen Verteidigungskräfte von den Malediven (MNDF) die Beendigung des Einsatzes an. MNDF-Sprecher Abdulla Ali sagte zur Agentur AP, die Verfolgung sei eingestellt worden, nachdem die Piraten ins internationale Gewässer geflüchtet seien.

    Der mit Zucker beladene Frachter war aus Brasilien in den Iran unterwegs. Über den Verbleib der 23 Besatzungsmitglieder gibt es keine Angaben. Das war der erste Piratenangriff im maledivischen Wirtschaftsgewässer.

    Somalische Seeräuber gefährden seit Jahren die Schifffahrt vor der ostafrikanischen Küste. Die Regierung in Somalia, die wegen des seit mehr als 16 Jahren andauernden Bürgerkriegs nicht in der Lage ist, den Piraten das Handwerk zu legen, hatte einem internationalen Waffengang zugestimmt. Seit 2008 patrouillieren Marineverbände der Nato und der EU sowie Kriegsschiffe aus Russland und anderen Staaten in den gefährlichen Gewässern.

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