10:38 18 Juli 2018
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    Tadschikisches Gericht lehnt Freisprechung von Piloten aus Russland und Estland ab

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    Urteil gegen russischen Piloten in Tadschikistan (8)
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    Ein Gericht in Tadschikistan hat die Berufung des russischen Piloten Wladimir Sadownitschij und dessen estnischen Kollegen Alexej Rudenko, die 2011 nach einer Notlandung in der zentralasiatischen Republik zu Haftstrafen verurteilt worden waren, abgelehnt.

    Ein Gericht in Tadschikistan hat die Berufung des russischen Piloten Wladimir Sadownitschij und dessen estnischen Kollegen Alexej Rudenko, die 2011 nach einer Notlandung in der zentralasiatischen Republik zu Haftstrafen verurteilt worden waren, abgelehnt.

    Wie der Anwalt Gulom Bobojew am Mittwoch RIA Novosti mitteilte, hatten die Piloten im Februar in einem Berufungsantrag ihre volle Freisprechung gefordert. Ein Gericht des Gebietes Khatlon habe den Antrag als unbegründet zurückgewiesen, sagte der Anwalt. Er kündigte an, bei einer höheren Instanz zu klagen.

    Laut Medienberichten hatten Sadownitschij und Rudenko im März vergangenen Jahres mit zwei An-72-Transportflugzeugen Lebensmittel und weitere Hilfsgüter nach Afghanistan gebracht. Als die beiden Maschinen bereits auf dem Rückweg nach Russland waren, verweigerte die tadschikische Luftbehörde plötzlich die zuvor erteilte Überfluggenehmigung und forderte die Piloten auf, umzudrehen.

    Da eine Rückkehr nach Kabul wegen des Kriegszustandes in Afghanistan unmöglich war und der Kraftstoff zu Ende ging, beschlossen Sadownitschij und Rudenko eine Notlandung auf dem Flughafen Kurgan-Tjube. Obwohl die tadschikischen Behörden per Funk eine entsprechende Genehmigung erteilt hatten, wurden die Piloten nach der Landung festgenommen. Im Oktober begann gegen sie ein Gerichtsprozess.

    Am 8. November waren die Piloten wegen Schmuggels und Grenzverletzung zu je 8,5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Zudem verfügte das Gericht die Beschlagnahmung der Flugzeuge der russischen Fluggesellschaft Rolkan investmens, mit denen Sadownitschij und Rudenko in Tadschikistan gelandet waren.

    Das Urteil belastete die Beziehungen zwischen Duschanbe und Moskau. In einem Revisionsverfahren am 22. November wurde die Strafe auf jeweils 2,5 Jahre und 14 Tage Gefängnis reduziert. Das Gericht des Gebietes Khatlon in Tadschikistan rechnete das in Untersuchungshaft verbrachte halbe Jahr an und entließ die beiden Piloten aufgrund einer Amnestie.

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