07:13 17 Dezember 2017
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    Sechs Jahre nach Ermordung: Russischer Agent im Irak wird in Moskau beerdigt

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    Knapp sechs Jahre nach seiner Ermordung im Irak sind die sterblichen Überreste des Mitarbeiters des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Oleg Fedossejew, in die Heimat gebracht worden.

    Knapp sechs Jahre nach seiner Ermordung im Irak sind die sterblichen Überreste des Mitarbeiters des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Oleg Fedossejew, in die Heimat gebracht worden.

    Am heutigen Mittwoch findet eine Abschiedszeremonie statt, wonach die Gebeine in Moskau beerdigt werden, erfuhr RIA Novosti aus Geheimdienstkreisen.

    Bei einem Überfall auf ein russisches Diplomatenauto am 3. Juni 2006 in Bagdad war der Mitarbeiter der russischen Botschaft Vitali Titow getötet worden. Die Angreifer entführten den Dritten Sekretär der Botschaft, Fjodor Saizew, und die Mitarbeiter der diplomatischen Mission Rinat Agliulin, Anatoli Smirnow und Oleg Fedossejew. Rund drei Wochen später wurde bekannt, dass die Geiseln ermordet wurden.

    Zu der Tat bekannte sich die Gruppe Madschlis Schura al-Mudschaheddin, die vermutlich mit dem Terror-Netzwerk Al-Qaida in Verbindung steht. Der mutmaßliche Drahtzieher der Tat, Abu Nur alias Omar Abdallah Dad, wurde bereits 2006 festgenommen und laut Medienberichten 2010 zum Tod verurteilt. Zwei Jahre später gab das US-Militärkommando im Irak bekannt, den Terroristen Mahir al-Zubaidi, der auf dem Video der Ermordung der Russen zu sehen war, in Bagdad getötet zu haben.

    Laut Medien sind die Überreste aller drei Geiseln bereits gefunden worden. Der SWR hält sich mit Kommentaren zurück.