00:39 27 Januar 2020
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    Die Bestückung der ukrainischen Atommeiler mit amerikanischen Kernbrennstäben, die bereits 2008 zu einem Streit zwischen Moskau und Kiew geführt hatte, hat einen neuen Skandal ausgelöst: Der Brennstoff aus Produktion der US-Firma Westinghouse hat im AKW Juschno-Ukrainskaja schwere Probleme verursacht, weshalb zwei Reaktoren heruntergefahren werden mussten.

    Die Bestückung der ukrainischen Atommeiler mit amerikanischen Kernbrennstäben, die bereits 2008 zu einem Streit zwischen Moskau und Kiew geführt hatte, hat einen neuen Skandal ausgelöst: Der Brennstoff aus Produktion der US-Firma Westinghouse hat im AKW Juschno-Ukrainskaja schwere Probleme verursacht, weshalb zwei Reaktoren heruntergefahren werden mussten.

    Die amerikanischen Kernbrennelemente des Typs ТВС-W müssen nun aus den Reaktoren entfernt und durch die russischen ersetzt werden. Der ukrainische AKW-Betreiber Energoatom bat Russland um eine umgehende Lieferung, wie ein Sprecher des russischen Kernbrennstoffherstellers Twel RIA Novosti mitteilte. „Im Zusammenhang mit der ernsthaften Situation im AKW Juschno-Ukrainskaja hat Energoatom Twel in einem Brief gebeten, den Brennstoff, den Twel für das Atomkraftwerk Saporoschskaja hergestellt hat, an Juschno-Ukrainskaja zu liefern", sagte der Sprecher am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg.

    Zuvor hatte der ukrainische Chefinspekteur für Atomsicherheit, Michail Gaschew, mitgeteilt, dass Energoatom die amerikanischen Krenbrennelemente aus dem zweiten und dem dritten Reaktorblock des AKW Juschno-Ukrainskaja entfernen müsse, nachdem dort Probleme aufgetreten seien.

    Die Krenbrennelemente aus Produktion von Westinghouse befinden sich seit 2010 bzw. 2011 in den Reaktoren im Testbetrieb. 2008 hatte der ukrainische Atomkonzern Energoatom mit Westinghouse einen bis 2015 befristeten Vertrag über die Lieferung von Kernbrennstäben unterzeichnet. Ein Jahr später verlängerte die Ukraine den Vertrag mit ihrem traditionellen Lieferanten Twel.

    In der Ukraine sind vier Atomkraftwerke (Saporoschskaja, Juschno-Ukrainskaja, Rowenskaja und Chmelnizkaja) mit 15 Reaktoren und einer Gesamtleistung von 13,5 Gigawatt in Betrieb, auf die mehr als die Hälfte der Stromerzeugung des Landes entfällt. Das Land produziert selbst Uran, hat jedoch keine Anreicherungsanlagen und muss bislang den gesamten Kernbrennstoff beim russischen Lieferanten Twel kaufen.

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