00:50 21 September 2018
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    Thailand: Todesfälle bei Kindern durch seltenes Darmvirus

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    Angesichts der schnellen Ausbreitung der seltenen Kinderkrankheit HFMD, der so genannten Hand-Fuß-Mund-Krankheit, haben die thailändischen Behörden nach eigenen Angaben verstärkte Hygiene- bzw. Entseuchungsmaßnahmen angeordnet.

    Angesichts der schnellen Ausbreitung der seltenen Kinderkrankheit HFMD, der so genannten Hand-Fuß-Mund-Krankheit, haben die thailändischen Behörden nach eigenen Angaben verstärkte Hygiene- bzw. Entseuchungsmaßnahmen angeordnet.
     
    Die Infektion, die auch als „Enterovirus 71“ (EV71) bezeichnet wird, gilt nicht als tödlich und überträgt sich nicht auf Erwachsene. Die Krankheit löst verhältnismäßig kleine Geschwüre am Körper und im Mund sowie Fieber und Atemnot aus. 
     
    Indes sind in Thailand seit zwei Wochen zwei Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren registriert worden, was eine Mutierung des HFMD-Virus vermuten lässt. 
     
    In den Schulen und Vorschuleinrichtungen der Provinzen Rayong, Trat und Chonburi an der östlichen Küste des Golfs von Siam sind am Freitag umfassende Hygienemaßnahmen eingeleitet worden. 
     
    Wie die Zeitung Bangkok Post berichtet, hat die Eisenbahnverwaltung Thailands am Freitag angeordnet, die aus dem Norden und dem Osten des Landes kommenden Zugwaggons täglich mit Entseuchungsmitteln zu behandeln. In gleicher Weise werden die im Fernverkehr eingesetzten Reisebusse gereinigt.  
     
    „Es liegen uns noch keine glaubwürdigen Informationen über eine Mutierung des ‚Enterovirus 71’ vor“, sagte Dr. Krit Palasut, Chef der Gesundheitsbehörde der Provinz Rayong, am Freitag vor der Presse. Der Mediziner schloss nicht aus, dass die Hauptursache für den Tod eines zweijährigen Jungen in der Provinz Rayong an einem chronischen Leiden gelegen hatte, das durch das HFMD-Virus erschwert worden sein könnte.

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