06:15 23 August 2017
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    Präsident von Ecuador: Streit mit London um Assange kann Jahre dauern

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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange (84)
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    Der Streit um den Gründer der Enthüllungs-Webseite WikiLeaks, Julian Assange, der sich seit Mitte Juni in der ekuadorianischen Botschaft in London aufhält, kann laut dem ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa Monate, ja sogar Jahre dauern, wenn Großbritannien dem 41-jährigen Australier nicht die Ausreise nach Ecuador genehmigt.

    Der Streit um den Gründer der Enthüllungs-Webseite WikiLeaks, Julian Assange, der sich seit Mitte Juni in der ekuadorianischen Botschaft in London aufhält, kann laut dem ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa Monate, ja sogar Jahre dauern, wenn Großbritannien dem 41-jährigen Australier nicht die Ausreise nach Ecuador genehmigt.

     
    „Der Skandal könnte schon morgen beendet werden, wenn Großbritannien Assange einen sicheren Abgang ins Exil gewähren würde. Andernfalls wird es Monate oder sogar Jahre dauern, dass Herr Assange die ecuadorianische Botschaft in London nicht verlassen kann“, sagte Correa in einem Interview mit dem britischen BBC.
     
    Schweden fordert von Großbritannien die Auslieferung von Assange, der im Verdacht steht, im Jahr 2010 zwei Frauen sexuell belästigt zu haben. Assange bestreitet die Vorwürfe. Er hatte mehrfach die Befürchtung geäußert, nach einer Auslieferung an Schweden in die USA abgeschoben zu werden, wo ihm wegen Hochverrats die Todesstrafe drohe.
    Auf seiner Enthüllungs-Plattform WikiLeaks hatte Assange zehntausende geheime US-Depeschen veröffentlicht und dadurch den Zorn Washingtons auf sich gezogen.
     
    Der ecuadorianische Präsident rief Großbritannien und Schweden auf, Garantien dafür zu geben, dass Assange nicht an ein drittes Land ausgeliefert wird. 

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