10:58 24 August 2017
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    Deutsche Diözese Russischer Auslandskirche: Kein Mitgefühl mit Gläubigen im „Fall Pussy Riot“

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    Gerichtsprozess gegen Pussy Riot (176)
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    Die Deutsche Diözese der Russischen Auslandskirche hat ihr Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass „in den vielfachen Äußerungen“ deutscher Künstler und Politiker, einschließlich der Bundeskanzlerin, zur bekannten Aktion der Punk-Gruppe Pussy Riot in der Moskauer Erlöser-Kathedrale „kein Wort des Mitgefühls, geschweige denn der Solidarität mit den Gläubigen Russlands bzw. der Moskauer Kirchengemeinde der Christi-Erlöser-Kirche“ geäußert wurde.

     Die Deutsche Diözese der Russischen Auslandskirche hat ihr Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass „in den vielfachen Äußerungen“ deutscher Künstler und Politiker, einschließlich der Bundeskanzlerin, zur bekannten Aktion der Punk-Gruppe Pussy Riot in der Moskauer Erlöser-Kathedrale „kein Wort des Mitgefühls, geschweige denn der Solidarität mit den Gläubigen Russlands bzw. der Moskauer Kirchengemeinde der Christi-Erlöser-Kirche“ geäußert wurde.

     „Wir bezweifeln, dass belehrende Forderungen nach ‚Freiheit der Kunst‘ mit derselben Einseitigkeit und Kritiklosigkeit verlautbart würden, wenn Randalierer z. B. in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald, oder in der Berliner Synagoge eine ‚Sch... Hymne‘ unter Beschimpfung des Staates Israel bzw. in der Kölner Moschee mit Verhöhnung religiöser Führer des Islam und Nachäffung von Gebetsgesten singen würden, oder einen vergleichbaren Tanz – sei es in Plötzensee (20. Juli), sei es auf den Gräbern der Mitglieder der ‚Weißen Rose‘ – aufführen würden“, heißt es im Dokument, das RIA Novosti zugegangen ist.

    „Die Kirche hat keinerlei Machtmittel, um die Rechtsprechung zu beeinflussen und strebt auch nicht danach, solche zu erhalten. Ebenso betrachten wir das Vorgefallene nicht vom juristischen oder ästhetischen Standpunkt. Kritik – berechtigte wie unberechtigte – muss in entsprechenden Grenzen erfolgen, und es sollte bekannt sein, dass in nahezu allen westeuropäischen Staaten sowohl die Verunglimpfung nationaler Symbole, als auch der Bruch des Kirchenfriedens, der kirchlichen Hausordnung oder des religiösen Friedens unter Strafe steht, und so z. B. in Deutschland jeder, der ‚an einem Ort, der dem Gottesdienst einer solchen Religionsgesellschaft gewidmet ist, beschimpfenden Unfug verübt,’ mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden kann (§ 167 vgl. §166 StGB).“

    In der Erklärung, die den Titel „Für den Frieden der Kirchen. Für Vergebung und Recht“ trägt, heißt es abschließend: „Wir dürfen von jedem legitimen und demokratischen Rechtsstaat den Schutz des Kirchenfriedens und des Religionsfriedens erwarten. Gleichzeitig können wir im Hinblick auf die zu erwartende Revision um eine Milderung des Strafmaßes bitten.“

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